Radiohead: Hail to the Thief (Live Recordings 2003–2009)

Radiohead: Hail to the Thief (Live Recordings 2003–2009)

Radiohead: Hail to the Thief (Live Recordings 2003–2009)

Nachdem drei brillante, experimentelle, storiedunkle Studioalben ([OK Computer], [Kid A] und [Amnesiac]) erschienen waren, hatte Radiohead Lust, Dinge zu verändern. Die 2003 erschienene Platte Hail to the Thief war der Versuch, zu der aggressiven Rockmusik zurückzukehren, die 1995 mit The Bends zu finden war. Die Songs wurden kürzer, und Studio-Sessions verkürzten sich von mühseligen Jahren auf Wochen mit schnellen Takes. Wichtig, und absichtlich so vorgesehen, konnte jeder Song – selbst diejenigen mit starken elektronischen Elementen – live performt werden. Es war also naheliegend, dass der Frontmann Thom Yorke 20 Jahre nach der Veröffentlichung von Hail die vielen Live-Aufnahmen der Album-Songs erneut hörte. Er fand die Band fast nicht mehr wiedererkennbar und sagte: „Ich war schockiert von der Energie, mit der wir gespielt haben.“ Tatsächlich sind die Studio-Versionen keineswegs moribund, doch die Live-Auftritte sind voller Nirvana-ähnlicher Kraft. Das ist Radiohead in seiner performativen Bestform. Abgesehen davon, dass es fesselnder ist, hilft das begeisterte Spiel, die überwiegend pessimistischen Lyrics auszugleichen. Live oder nicht, Hail bleibt eine kongeniale Mischung aus Radiohead-Exzellenz und entbehrlicher Electronica. Aber wenn das Publikum beim Opening von „There, There“ buchstäblich und ansteckend ausrastet, ist klar, dass dieses Hail für Radiohead-Fans unverzichtbar ist. Als Bonus ist der Klang klar und offen.

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14. April 2026 um 01:26 Uhr

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