Der meistverkaufte moveable Plattenspieler ist wieder da. Der Audio-Technica Sound Burger AT-SB727 kommt in drei neuen, nostalgischen Farben.
Nach der erfolgreichen Neuauflage des Kult-Plattenspielers kündigt Audio-Technica für den legendären Sound Burger drei neue, stylische Farben an.
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Audio-Technica im letzten Jahr wurde der moveable Plattenspieler mit dem einzigartigen Design zunächst in leuchtendem Retro-Rot angeboten – und battle innerhalb weniger Tage weltweit ausverkauft. Nun bringt Audio-Technica den beliebten Sound Burger in mondänem Schwarz und Weiß heraus, und für den Sommer ist eine weitere Auflage in leuchtendem Gelb geplant.
Mit den neuen Farben, die unmittelbar von der ersten Sound Burger-Generation inspiriert sind, bleibt der außergewöhnliche Plattenspieler der unverkennbaren Ästhetik der 1980er Jahre treu, die ihn zum Kultobjekt der damaligen Vinyl-Szene werden ließ. So haben Fans wieder die Möglichkeit, ein Stück Musikgeschichte ihr Eigen zu nennen.
Vor 40 Jahren verband der Sound Burger Pop-Art-Style mit echtem Hi-Fi-Sound. Die neue Generation überzeugt darüber hinaus durch moderne Features wie Bluetooth-Übertragung und USB-C-Anschluss für schnelles, einfaches Laden. Dies und die leichte, kompakte Bauweise machen den Sound Burger zum perfekten Partner für Partys, Picknicks und kleinere Wohnräume.
Der neue Sound Burger ist mit einem Riemenantriebssystem ausgestattet und ermöglicht die Wiedergabe von LPs und Singles (33-1/3 und 45 U/min). Für einen optimalen mobilen Einsatz wie beim Original sorgt ein dynamisches Balance-System, bei dem der Auflagedruck der Nadel über eine Feder reguliert wird, sowie der Gleichstrommotor, der ein gleichmäßiges Rotationsverhalten sicherstellt.
Liebe auf den ersten Ton! Der Sound Burger bietet nicht nur optisch, sondern auch akustisch einen perfekten Einstieg in die Welt der analogen Musik. Er wurde zwar als portables Gerät konzipiert, kann aber mithilfe des mitgelieferten Cinch-Audiokabels oder über Bluetooth sowohl mit als auch ohne Kabel mit der heimischen Stereoanlage oder einem Lautsprechersystem verbunden werden.
Features
Das Kultobjekt Sound Burger – mit zahlreichen modernen Features
Bluetooth-Anbindung
USB-C-Ladeanschluss
Portabler Plattenspieler mit Riemenantrieb
Wiedergabe von LPs und Singles (33-1/3 und 45 U/min)
Hochpräziser Gleichstrommotor für konstante Rotation
Stoßgedämpfter Plattenteller aus Aluminium-Druckgusslegierung
12 Stunden Akkulaufzeit
Austauschbare Nadel ATN3600L
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Zubehör
Single-Adapter (45-U/min-Schallplatten)
Cinch-Audiokabel (3,5-mm-Klinkenstecker auf 2 x Cinch-Stecker)
USB-Ladekabel (USB Typ-A / USB Typ-C)
Der Audio-Technica Sound Burger (AT-SB727) ist ab sofort exklusiv auf www.audio-technica.com zu einem Preis von 229 Euro (UVP) in Schwarz und Weiß erhältlich. Die gelbe Version ist für Sommer 2023 geplant.
„Wir brauchen die Dunkelheit genauso wie das Licht. Denn nur in tiefster Finsternis erkennen wir den Trost und den Glanz, welchen uns auch ein kleines Licht schenken kann. Ohne die Dunkelheit wäre das Licht nichts, wir würden es gar nicht erkennen, es wäre ja zu hell.“ (Mein Dorfpastor in einer Schulmesse)
In aller Kürze: In Kombination erreicht der Transrotor Max Nero mit seinem Laufwerk, Arm, System und Netzteil ein Niveau, das nicht nur an den größeren Modellen knabbert, sondern an deren Stuhl sägt.
Als Pubertierender geht man angesichts dieser Worte von hochgradigem Weihrauchmissbrauch aus, vielleicht struggle auch noch einiges an Messwein übrig … Heute, ein Dreiviertelleben später, fällt es einem wie Schuppen von den Augen und man gewinnt seine eigene Erkenntnis aus den warmen Worten des alten Pastors.
Akustisches Pendant zur Dunkelheit ist die Stille. Diese kann gemeinhin unheimlich sein, bedrückend, unheilvoll. Doch ebenso bietet sie Trost, Entspannung, Erdung. Sie kann Hintergrund oder Bühne sein, auf der Musik lebendig wird.
Der Hauptunterschied zwischen dem bekannten Transrotor Max und dem Nero ist der Plattenteller, der hier statt aus Aluminium aus Polyoxymethylen (POM) besteht. Wer genau hinsieht, kann im Zentrum des Tellers eine feine Vertiefung erkennen, deren Tiefe der Stärke eines Plattenlabels entspricht. Das stellt sicher, dass die Schallplatte so eben aufliegt wie möglich.
Es ist diese Stille, die zuerst auffällt. Nimmt man einen Transrotor Max Nero in Betrieb, vernimmt man kein Rauschen, nicht den Hauch eines Knackens. Nichts kommt – selbst bei versuchsweise voll aufgedrehtem Regler – aus den Boxen. Das kenne ich in dieser Ausprägung von keinem anderen Plattenspieler, der mir in den letzten zwanzig Jahren in die Finger kam. Tauscht man regelmäßig das Equipment und spielt ständig an den Kabeln herum, brummt immer irgendwas. HiFi-Geräte sind halt kein Bühnenequipment.
Um ehrlich zu sein, hatte ich mit einer Diva gerechnet, die mit Samthandschuhen und Uhrmacherwerkzeug bei angehaltenem Atem montiert werden möchte. Geliefert haben die Bergisch Gladbacher eine Fast-Plug’n’Play-Konfiguration, deren Preis sich noch gerade im Rahmen bewegt, deren Klasse hingegen weit darüber hinausgeht. Der Nero basiert auf dem seit intestine fünf Jahren bewährten Max mit seinem Teller aus Aluminium, der mir als feines Laufwerk mit stabilem Fundament, gutem Durchzug sowie zackigem Timing im Hirn blieb. Nur mit sehr filigranen MCs eventuell eine kleine Prise zu frisch an meiner damaligen Anlage. Da sich die Räkes immer etwas dabei denken, wenn sie ihre Geräte überarbeiten, bin ich entsprechend gespannt, wie sich der Max Nero in meiner Umgebung verhält.
Kommt Ihnen bekannt vor? Als Tonarm kommt in dem von uns getesteten Exemplar ein RB880 von Rega zum Einsatz. Und wieso auch nicht – der britische Hersteller genießt in diesem Bereich nicht umsonst einen herausragenden Ruf. Dank der innenliegenden Masseführung kann das beigelegte Erdungskabel im Karton bleiben – die Musik breitet sich vor einem rabenschwarzen Hintergrund aus.
Das Kniffligste am Aufbau ist, die einzelnen Trabanten sowie das Laufwerk aus der Verpackung zu schälen. Man merkt direkt, dass die Bergisch Gladbacher auf Nummer sicher gehen. Die Laufwerke verlassen Transrotor mit penibel montierten Arm-System-Kombinationen, damit der Endverbraucher ein absolut „highendiges“ wie perfekt spielfertig justiertes Gerät erhält. Planen Sie additionally eine knappe Stunde zum Auswickeln und nochmal zehn Minuten für den Aufbau ein. Ansonsten ist der Aufbau auch für Laien kein Hexenwerk. Die Basis lässt sich über die Stellfüße perfekt austarieren und in die Horizontale bringen. Das Tellerlager ist ab Werk derart verkapselt montiert und so intestine mit Öl versehen, dass Wartungsarbeiten bei Familie Räke eher zu den exotischeren Aufträgen gehören. Tellerlager gehen bei Transrotor eher selten kaputt. Nachdem der Teller mit einem satten Schmatzen auf seine Aufnahme gerutscht ist, muss man noch die zwei Trabanten aus Motor und Netzteil frei drumherum gruppieren, den Riemen um Teller und Motor-Pulley werfen, und fertig ist die Laube. Gut, könnte man machen, wird der Sache aber nicht gerecht. Wer in stillen Nächten ganz genau hinhört, findet sicher auch, dass ein Cello, hier für uns von Yo-Yo Ma gespielt, runder, körperhafter, nochmals etwas natürlicher wirkt, steht der Motor auf ungefähr elf Uhr.
Der Transrotor Max Nero gibt sich kein bisschen Kapriziös – ganz im Gegenteil ist er schön anfängerfreundlich. Die größte Herausforderung stellt sich für frischgebackene Besitzer beim Auspacken der sorgfältig in den Karton sortierten Komponenten. Aufbau und Einstellung gehen dank vormontierter Tonarm-System-Kombi auch Vinyl-Einsteigern leicht von der Hand.
Der Riemen darf den Teller dabei nur so schwach ziehen, dass eine Plattenbürste die Scheibe quick stoppt. In meinem Fall steht der wuchtige Knubbel des Konstant-Netzteils direkt unter dem Tonabnehmer, da die Nadel des Merlo ansonsten doch sehr exponiert und frei in der Luft hängen würde. Jetzt ruht der Handballen während der Nadelpflege stabil auf dem Deckel des Konstant. Der Deckel fungiert gleichzeitig als Schalter für die gewünschte Umdrehungszahl. Eine kleine Einbuchtung lässt dabei den eingravierten Wert erkennen. Über ein kleines Loch im Deckel kommt man an das zur Stellung gehörige Poti, sollte eine Justierung der Drehzahl irgendwann einmal nötig werden. Der dazu zwingend nötige Schraubendreher findet sich ebenso im Lieferumfang wie ein sackschweres Plattengewicht aus Stahl samt graviertem Logo. Das beiliegende Kabel für die Masse des Tonarms darf, wer sich für den Rega RB 880 entscheidet, im Karton lassen, da der Rega-Arm die Masse über die Signalkabel führt. Auch oder gerade wegen dieser nicht alltäglichen Lösung generiert der Max Nero im Leerlauf eine absolute Ruhe, diese rabenschwarze Leinwand, die ich eingangs erwähnte. Doch senkt man die Nadel des Merlo in geschnittenes Vinyl, gehen die Lichter an.
Ungeachtet dessen, ob ein Stadion, große Konzertsäle oder eine Kapelle in den Tiroler Alpen in den Rillen konserviert wurden, es interessiert den Max Nero nicht groß. Wo der Begriff Masselaufwerk eine gewisse Gemütlichkeit suggeriert, beweist Max überraschende Agilität. Gelassen entwirrt er die komplexen Läufe in John Butlers „Ocean“, hält der aufkommenden Brandung stand und zerstäubt die Gewalten zu sprühender Gischt. Zwar hängt mir die Platte etwas zu den Ohren raus, doch ist die Aufnahme eine Wucht. Was der Max Nero hier aus leicht abgenutztem Vinyl zu destillieren vermag, trifft auch nach 15 Jahren noch ins Herz wie am ersten Tag.
Die Mischung macht’s: Der Transrotor Max Nero ist eine aus einem ausgeklügelten Materialmix gemeißelte Klangskulptur: Je nach Baugruppe kommt hier Aluminium, Stahl oder – beim Nero besonders outstanding – POM zum Einsatz. Wer beim Gedanken an ein Masselaufwerk eine gewisse Trägheit im Klang erwartet, wird positiv überrascht: Der Nero hängt erfreulich intestine am Gas.
Was das Durchzugsverhalten und die Attacke angeht, verhält sich der Transrotor Max Nero trotz der ganzen Masse einem leichtgewichtigen Brettspieler gar nicht so unähnlich. Man sollte lediglich vermeiden, mit Tellerauflagen zu experimentieren. Ob Carbon, Leder, Filz oder Gummi, immer weichte die Auflage die Attacke auf und nahm einiges an musikalischem Fluss raus. Funky Basslines und elektronisches Geplucker der Gebrüder Kalkbrenner schnappt sich der schwarze Max, wirft sie locker über die Schulter und tanzt Sirtaki zu den Dancegrooves. Wieso geht dieses Laufwerk, dessen Design irgendwo zwischen einer Insel mit drei Bergen und einem Stealth-Bomber liegt, trotz eindeutigem Übergewicht im Vergleich zu meinen Laufwerken ab wie gerade erwähnter Düsenjet? Ein Sumo taugt ja auch kaum als Sprinter. Es könnte am Zusammenspiel der gewählten Materialien liegen. Dirk Räke setzt für die Basis und die Gehäuse der Trabanten auf Alu, Stahl kommt am Lagerdorn und den beiden Auslegern für die Armbasis zum Einsatz. Den Teller fräst man neuerdings – statt wie beim Max aus Alu – für den Nero aus einem extrem zähen und stabilen Kunststoff mit dem unaussprechlichen Namen Polyoxymethylen, kurz POM. Findet sich auch im Motor meines E-Bikes, und was da hält, kann schlecht nicht sein.
Die beruhigende Wirkung dieses Kunststoffs auf die umgebenden, doch recht kühl klingenden Metalle drumherum scheint mir der eigentliche Clou des Max Nero zu sein. Praktischer Nebeneffekt für den Produktionsprozess ist, dass es Kunststoffe wie POM bereits komplett durchgefärbt und dabei in höherer Qualität gibt, als es mit Metall in dieser Konstanz mach-, doch zumindest am Standort Deutschland auf keinen Fall bezahlbar wäre. Der Ausschuss wäre bei den herrschenden Qualitätsansprüchen im Hause Transrotor einfach zu hoch. Da der Rohling eh in der CNC-Maschine steckte, wurden gleich noch die passende Vertiefung für das Plattenlabel sowie eine kleine Stufe in den Rand des Tellers gefräst. Sinn der erstgenannten Maßnahme ist eine möglichste aircraft Auflagefläche fürs Vinyl, das sich dank der kleinen Stufe auch im laufenden Betrieb umdrehen lässt. Macht man allerdings selten, da das satte „Klack“, mit dem der Wahlschalter des Konstant einrastet, dem nicht völlig erwachsenen Nutzer mit jedem Mal das gleiche Grinsen ins Gesicht zaubert – als hätte ein zwar grimmig blickender, doch freundlich einen „geilen Abend“ wünschender Konzertkartenentwertungsbeauftragter simply den Einlass zur Depeche-Mode-Aftershowparty freigegeben.
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Dieses Kribbeln, das unmittelbar vor einem Livekonzert an den Synapsen zupft, das Rückenmark rauf und runter vibriert, lässt sich gemeinerdings in meiner Hütte mit den gegebenen Mitteln nur homöopathisch reproduzieren. Doch statt anthroposophisch verdünntem Placebo kuriert die kleine Bohrinsel aus Bergisch Gladbach meine durch fehlende Livemusik-Infusionen entstandenen mentalen Defizite mit einem Schluck aus der Pulle von Cletus Spuklers bestem Moonshine. Jap, das Zeug brennt, macht blind, öffnet allerdings Koronargefäße und Ohren wie ein Rohrreiniger auf Chlorbasis. Stationen eines lauschenden Abends waren Onkel Pös Carnegie Hall, Zappa in Saarbrücken, danach kurz nach Tokyo zu den Scorpions, und des ökologischen Fußdrucks wegen, man struggle eh in der Nähe, eine Runde Clapton im Budokan. Besonders Livekonzerte liegen dem Max, es muss nicht zwingend Rock oder Blues sein. Mit dem Merlo MC hat Dirk Räke ein vortreffliches Händchen in der Wahl eines geeigneten Systems bewiesen. Dank des rabenschwarzen Hintergrunds, den das Laufwerk generiert, strahlt das Licht des Merlo bis in die hinterste Ecke der imaginären Bühne, verleiht dem durchaus stämmig, dabei immer zackig spielenden Laufwerk eine urtümliche Energie, ähnlich der eines Vollwaschgangs beim Wellenreiten. Trotz aller Schnellkraft und des kraftvoll-drahtigen Fundaments gelingt dem Max Nero der Ritt auf dem Drahtseil. Die Kraft und Dynamik exponierter Masselaufwerke verbindet sich in Transrotors neuem Einsteiger-Laufwerk mit der leichtfüßigen Eleganz englischer Brettspieler. Die Noten in Georg Kreislers „Telefonbuchpolka“ purzeln nur so aus den Lautsprechern, wieseln die Klaviatur erst rauf, dann runter. Hart im Anschlag, im Nachklang knackig und dennoch genauso voll und körperhaft, wie ein Piano gefälligst zu klingen hat. Unbeeindruckt von Kreislers Ritt durch das Namensverzeichnis sortiert der Max Nero sämtliche zungenbrechenden Varianten des Buchstabens V auch für Nichtösterreicher mit der nötigen Balance aus Wiener Schmäh und Sarkasmus schön in Reih und Glied, ohne die Spielfreude des Grandseigneurs zu verwässern.
In Kombination erreichen Laufwerk, Arm, System und Netzteil ein Niveau, das an der Klasse der großen Modelle nicht nur knabbert, sondern ganz schön an deren Stuhl sägt. Als Händler würde ich den Transrotor Max Nero nicht direkt neben einem der noblen Modelle platzieren. Fragen über den Sinn von teureren Möglichkeiten der Schallplattenwiedergabe wären vorprogrammiert.
Info
Plattenspieler Transrotor Max Nero mit Tonarm Rega RB 880 und Tonabnehmer Transrotor Merlo
Konzept: riemengetriebenes Masselaufwerk
Antrieb: geregelter Gleichlaufmotor
Material: Aluminium, Polyoxymethylen, Edelstahl
Teller: 40-mm-POM-Teller
Drehzahl: 33 oder 45 U/min
Besonderheiten: zweite Armbasis möglich
Maße (B/H/T): 46/15/36 cm
Gewicht: 20 kg
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis Testmodell: um 4830 € (inkl. Tonarm Rega RB 880 und Tonabnehmer Merlo MC, Laufwerk um 2800 €)
Tonabnehmer Transrotor Merlo
Konzept: Low-Output-MC
Nadelschliff: Harmonic
Auflagekraft: 1,8 g
Ausgangsspannung: 0,5 mV
Frequenzgang: 20 Hz bis 30 okHz
Gewicht: 5,7 g
Preis: um 800 €
Kontakt
Räke Hifi/Vertrieb GmbH
Irlenfelder Weg 43
51467 Bergisch Gladbach
Telefon +49 02202 31046
Der Thorens New Reference verfügt über eine vollintegrierte aktive Vibrationsisolierung durch Seismion.
Der Thorens New Reference ist das Ergebnis des Strebens von Thorens nach perfekter Wiedergabe von Musikaufnahmen. Die Aufnahmeinformationen sind in der Vinylplatte enthalten. Diese werden von dem Tonabnehmer aufgenommen, indem die Nadel kleinste Nuancen der Rillen abfährt und diese mechanischen Schwingungen in elektrische Signale umwandelt. Diese elektrischen Signale werden daraufhin in hörbaren Klang umgesetzt.
In gleicher Weise werden jedoch auch alle anderen mechanischen Schwingungen des Plattenspielers in Klangsignale verarbeitet, und führen in der Folge zu Verzerrungen und anderen unerwünschten Effekten. Zu den Ursachen dieser Vibrationen gehören beispielsweise Gebäudeschwingungen, Trittschall, Schallwellen der wiedergegebenen Musik und die selbst erzeugten Vibrationen des Plattenspielers. Dabei ist es nicht möglich, zwischen den gewünschten und den unerwünschten Schwingungen zu unterscheiden. Deshalb ist es von überragender Bedeutung, diese parasitären Einflüsse so weit wie möglich zu vermeiden.
Das Thorens-Designteam um Helmut Thiele, der für die Konstruktion und das Design des neuen Reference verantwortlich ist, hat sich dieser Herausforderung gestellt.
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Einmalige Kooperation
Mit dem Thorens New Reference wurde erstmals ein Plattenspieler von Grund auf zusammen mit einem vollständig aktiven Schwingungsisolationssystem entworfen und optimiert. Der Thorens New Reference ist das Ergebnis der tiefgreifenden Kooperation zwischen den Unternehmen Thorens und Seismion. Durch seine hochwertigen aktiven Schwingungsisolatoren, welche in der Halbleiterindustrie, Nanotechnologie und wissenschaftlichen Forschungslaboren eingesetzt werden, hat sich Seismion worldwide einen Ruf aufgebaut, und setzt diese Expertise nun ein, um einen einzigartigen Schallplattenspieler zu entwerfen, mit der aktiven Schwingungsisolation als integralen Bestandteil des Systems.
Die aktive Vibrationsisolierung basiert auf piezoelektrischen Beschleunigungssensoren mit äußerst hoher Empfindlichkeit und einer vollständig linearen elektronischen Regelung, um beispiellos störungsfreie Steuerkräfte ohne Rauschen und Verzerrung zu erzeugen. Dieses komplexe mechatronische System basiert auf dem sogenanntem Sky-Hook-Dämpfungsprinzip und isoliert Störungen bereits unterhalb von 1 Hz. Bei 10 Hz reduzieren sich die Störungen auf weniger als 1% (-40 dB). Eine solche Leistungsfähigkeit ist allen anderen Isolationsprinzipien weit überlegen (Abbildung 1). Diese Abbildung zeigt den Vergleich des aktiven Isolationssystems – Sky-Hook-Damper – und einer Hochleistungs-Luftfeder. Besonders bei den kritischen Frequenzen in der Nähe der Resonanz ist die aktive Isolation um den Faktor 100 besser als die Luftfeder, und bei 10 Hz immer noch 17-mal stärker. Andere Dämpfungssysteme wie beispielsweise Gummielemente weisen eine deutlich geringere Performance auf und sind in diesem Vergleich deshalb nicht enthalten.
Roy Gandy ist kein Mensch, dem man Überheblichkeit vorwerfen könnte: Wie er selbst beschreibt, hat er in seiner Kindheit einerseits gelernt, dass es immer möglich ist, die Antwort auf eine Frage zu finden, und andererseits, dass, ganz gleich, wie viel man von etwas versteht, es immer jemanden gibt, der mehr darüber weiß.
Dementsprechend erwuchs in ihm nie der Wunsch, der Beste zu sein, sehr wohl aber der, Dinge von Grund auf zu verstehen und immer weiter zu verbessern. Als er begann, sein eigenes Stereoequipment zu basteln, hatte er bereits einen geschärften Sinn dafür, was ihn an anderen Produkten nicht überzeugte, ebenso wie den Sachverstand, für manche Probleme bessere Lösungen zu finden. Gleichwohl erkannte er, als er einen richtig guten Plattenspieler hörte, dass sein damaliges selbstgebautes Exemplar Raum für Verbesserungen bot … Es folgte eine Zeit der Tüftelei, die 1973 in der Vorstellung des Plattenspielermodells Planet kulminierte. Damit warfare sein erstes kommerzielles Produkt entstanden, und gemeinsam mit Partner Tony Relph wurde Rega (RElph/GAndy) gegründet. Auch wenn Relph letztlich nicht lange im Unternehmen blieb, sollte sich Rega als einer der größten Namen im britischen HiFi etablieren.
Bereits 1976 entstand mit dem Planar 3 der wohl berühmteste aller Rega-Dreher, bei dessen Plattenteller Gandy man statt Metall erstmals 12 Millimeter dickes Glas verwendete. In den Folgejahren erweiterte Rega das Angebot zunächst um neue Tonabnehmer und Tonarme, doch kamen schon bald andere HiFi-Komponenten hinzu, etwa der 1980 vorgestellte Lautsprecher RTX. 1990 führte Rega mit dem Elicit Mk1 seinen ersten Vollverstärker ein, dem ein Jahr darauf die Modelle Elex und Brio zur Seite gestellt wurden – Namen, die sich auch heute noch im Katalog wiederfinden.
Im Wesenskern dreht sich bei Rega jedoch nach wie vor alles um die Plattenspieler, die inzwischen so bekannt sind, dass man leicht übersehen kann, was für eine konstruktive Sonderstellung die Rega-Dreher einnehmen: Während in den frühen Rega-Jahren Subchassis-Laufwerke die Regel waren und heute eher Masselaufwerke dominieren, setzte Rega von vornherein auf einen ebenso leichten wie steifen Aufbau.
Rega Planar 10
2017 trieben die Entwickler um Roy Gandy mit dem Technologieträger Naiad diese Designphilosophie auf die Spitze und legten damit die Grundlage für die aktuellen Topmodelle Planar 8 und Planar 10 mit ihren „skelettierten“, doppelt verstrebten Tancast-Zargen. Seit 50 Jahren geht Rega damit einen Sonderweg – und das mit einem Erfolg, der den Hersteller längst fest im Mainstream verankert hat. Wir möchten deshalb an dieser Stelle herzlich gratulieren!
Lenco launcht die Expertise Line – hochwertige Plattenspieler mit Riemenantrieb sowie Bluetooth-Streaming für Qualität und Flexibilität.
Der Consumer-Elektronikspezialist Lenco launcht heute mit zwei neuen Plattenspielern seine „Expertise Line“. Mit der neuen Serie wendet sich das Unternehmen an qualitätsbewusste Musikfreunde. Plattenspieler der Expertise Line werden vor allem im Fachhandel und ausgewählten eCommerce-Plattformen angeboten. Die beiden neuen Modelle in Holzoptik, LBT-225 WA und LS-600 WA – vereinen einen klassischen, hochwertigen Riemenantrieb unter anderem mit moderner, flexibler Bluetooth-Konnektivität.
Der Lenco LBT-225 ist ein Plattenspieler in Walnussholz-Optik mit Bluetooth-Funktionalität (BT V 5.2) mit einer Reichweite von bis zu zehn Metern, welche die Verbindung mit Bluetooth-Lautsprechern oder -Kopfhörern einfach und bequem ermöglicht. Das hochwertige Gerät liefert kristallklaren Klang und kann auf 33 bzw. 45 U/min geregelt werden. Der Lenco LBT-225 ist mit einem Analog-Digital-Wandler ausgestattet und verfügt über einen USB-Anschluss, über den Schallplatten ganz einfach auf neuen, digitalen Medien archiviert werden können.
Plattenteller aus Glas
Das Gerät verfügt über einen Plattenteller aus Glas – der dem Plattenspieler ein Gesamtgewicht von quick 5 kg verleiht, einen Riemenantrieb, einen Cinch-Anschluss und einen Arm aus Kohlefaser mit Gegengewicht. Der Audio-Technica Tonabnehmer AT-VM95E sorgt für einen warmen Klang und absolute Hifi-Qualität. Die Kunststoffabdeckung schützt den Plattenspieler vor äußeren Beschädigungen.
Der Lenco LS-600 WA geht in Sachen Komfort sogar noch einen Schritt weiter als der LBT-225, denn dieser Plattenspieler ist zusätzlich mit 2 separaten Holzlautsprechern ausgestattet. Diese leisten mit 2 x 30 Watt RMS einen starken und satten Sound. Auch dieses Modell ermöglicht es eine Geschwindigkeit zwischen 33 und 45 RPM für das Abspielen von LPs und Singles zu wählen.
Wie auch der LBT-225 verbirgt dieser Plattenspieler die neueste Technologie in einem klassischen Design: ein Arm aus Kohlefaser mit einer abnehmbaren Headshell, die mit einem Audio-Technica Tonabnehmer AT-VM95E ausgestattet ist. Er bietet so einen warmen Klang auf Hifi-Niveau.
Die hier ebenfalls integrierte Bluetooth-Funktion ermöglicht das Streaming von Musik von Smartphones oder Tablets direkt auf die Lautsprecher des Plattenspielers, der – wie auch die Lautsprecher – ebenfalls in Walnuss-Optik gehalten ist.
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Verfügbarkeit und Preis
Der Lenco LBT-225 WA ist für 399 Euro (UVP inkl. MwSt.) erhältlich. Der LS-600 WA liegt bei 449 Euro (UVP inkl. MwSt.).
Über Lenco
Der Name Lenco steht bereits seit über 75 Jahren für Schweizer Präzision im Bereich Hi-Fi und Consumer Electronics. Lenco produziert und vertreibt eine komplette Palette an „Smart-Choice“ Unterhaltungselektronik mit den neuesten Technologien einschließlich Plattenspielern, Radios, Lautsprechern und so weiter. Wir bieten Elektronikprodukte für jedes Alter und jede Lebensphase an, und die immer und überall benutzt werden können.
Der Rekkord M500 baut auf einer jahrzehntelangen Tradition auf. Er wird an historischer Stätte in Deutschland gefertigt. Und er hat jene Gene geerbt, die Analogfans von jeher schätzen. Das sorgt für beglückende Klangmomente – ganz ohne Bling-Bling.
In aller Kürze: Der Rekkord Audio M500 ist im Kern ein Plattenspieler, wie es sie in den 1980er und 1990er Jahren gab: ein durch und durch unkompliziertes Plug’n’-Play-Laufwerk im besten Sinn!
Kennen Sie das? Sie treffen einen Menschen, der Ihnen auf Anhieb extrem bekannt vorkommt, von dem Sie aber gleichzeitig wissen, dass Sie ihn oder sie noch nie getroffen haben. Irgendwann wird das Rätsel gelöst: Man ist Tochter oder Sohn von jemandem begegnet, der einem einst nahestand, den man vielleicht sogar in- und auswendig kannte. Kurz: ein positives Déjà-vu.
Etwa so ging es mir, als ich den Rekkord M500 auspackte. Dieser Tonarm mit der unübersehbaren Bezeichnung „ULM“ für „Ultra Low Mass“ in der Typenbezeichnung. Dieses ultraschlichte Grundbrett. Das etwas wabbelige, auf vier sogenannten Parabelfedern abgestützte Subchassis (ein einteiliges MDF-Teil) samt Subteller, um den ein recht kurzer Gummiriemen geschlungen werden muss, ehe man den eigentlichen Alu-Plattenteller auf den Dorn setzt. Die Beschränkung auf zwei Geschwindigkeiten (33 und 45 Umdrehungen professional Minute). Und schließlich der Produktionsort: St. Georgen im Schwarzwald. Nur, dass das kleine Firmenschild auf der auch bekannt wirkenden Acrylhaube nicht den Namen „Dual“ trägt. Sondern „Rekkord“.
Mit dem Moving-Coil-System Goldring Eroica LX, das ultimate zu dem ultraleichten Arm des Rekkord 500M passt, legt der Dual-Nachkomme klanglich stark zu, Räumlichkeit und Luftigkeit stellen auch höhere Ansprüche zufrieden. Eine solide Basis für Tuning per Tonabnehmer.
Das „Made in Germany“ betont man bei Rekkord Audio mit ebenso viel Stolz wie die Urväter, deren Plattenspieler sich auch in einer Epoche, als in Highender-Zirkeln (die damals noch nicht so hießen) längst japanische Direkttriebler-Boliden der Sorte „ultraschwer und noch teurer“ en vogue waren. Licht in die Firmengeschichte bringt Jürgen Reichmann, für den Vertrieb der Rekkord-Produkte zuständig: „Dual struggle mit rund 5000 Mitarbeitern einstmals der größte deutsche Plattenspielerhersteller. 1993 kaufte Alfred Fehrenbacher die Produktionsmaschinen“, erzählt Reichmann. Die Firma Fehrenbacher baute von da an jene Plattenspieler, die den Dual-Schriftzug trugen – und auch die Thorens-Automatikspieler entstanden bei Fehrenbacher in St. Georgen.
Irgendwann kommt Pro-Ject-Chef Heinz Lichtenegger ins Spiel. Der findige Österreicher, dessen Plattenspieler gemeinhin in Tschechien gebaut werden, wünschte sich einen „Automaten“ – und wurde bei Fehrenbacher fündig. Die Namensrechte an Dual gingen nach dem Konkurs in andere Hände. Und bei der Firma Fehrenbacher entschied man sich, den Weg von der OEM-Fertigung für andere Marken zum eigenen Firmennamen zu gehen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragt Analogfan Jürgen Reichmann und lächelt dabei hintergründig.
Den leisen Stolz Reichmanns, Traditionsgeräte „made in Germany“ im Programm zu haben, verstehe ich nur zu intestine. Denn auch ich sperrte mich seinerzeit gegen den Japan-Fimmel, schloss mich auch nicht der Briten-Fanfraktion an, sondern nutzte von der Abiturzeit bis zum Ende des Studiums jenen „Golden One“ aus dem Schwarzwald, der mir nicht nur wegen seines klavierlackveredelten Korpus und seiner vergoldeten Metallteile ans Herz wuchs. Sondern wegen seines einfach „richtigen“ Klanges, dem Fußwipp-Potenzial seines Timings und seiner völlig unkapriziösen Art. Ein Plattenspieler, der souverän auch in allen anderen als optimalen Aufstellungsumgebungen einfach Musik machte.
Einer der Fortschritte des Rekkord 500M gegenüber den Dual-Ahnen ist das Bedienfeld für Ein/Aus beziehungsweise für die Geschwindigkeitsumschaltung zwischen 33 und 45 Umdrehungen professional Minute. Statt eines Drehknopfes gibt es eine Touch-Taste mit Beleuchtung.
Und nun steht da ein Plattenspieler vor mir, der seinem Verwandten von vor 40 Jahren genau da überaus ähnlich ist, wo es zählt: beim Klang. Nach vergoldeten Metallteilen und Klavierlack wird man beim Rekkord M500 vergeblich suchen. Dafür besann man sich bei Rekkord Audio auf alte Tugenden. So ist auch der M500 kein Massenprodukt, sondern wird komplett in St. Georgen handgefertigt. Das äußert sich – trotz simpel schwarz foliertem Chassis – in einer Anfassqualität, die andere selbst für ein Mehrfaches der für den Rekkord M500 aufgerufenen 1100 Euro nicht realisieren können. Und in einer Klangqualität, die ich im Blindtest in einer anderen Klasse verortet hätte. Der Hersteller gibt für den M500, der das Einstiegsmodell der manuellen Plattenspieler-Linie bei Rekkord Audio verkörpert (es gibt, wie gesagt, auch ein paar Vollautomaten) Gleichlaufschwankungen von 0,06 Prozent an. Das reicht in der Praxis locker, um selbst langsame Klaviermusik ohne nerviges „Eiern“ wiederzugeben. Dieser kleine Plattenspieler ist ohne Abstriche „klassiktauglich“ und macht mit großer Sinfonik auch viel Freude.
Denn der Rekkord M500 schafft, was jenen berüchtigten 129-Euro-USB-Plastikdrehern vom Discounter gewiss nicht gelingt: Er baut glaubwürdige Räume auf, weist Instrumenten felsenfest ihren Platz im Orchester zu, verliert selbst in den wüstesten Tuttipassagen von Riesenwerken wie Gustav Mahlers Achter Sinfonie nie den Überblick und widersteht allen Versuchen, ihn zur Produktion von indifferentem Orchesterbrei zu überreden. Füttere ich ihn mit Pop – zum Test lag auf dem Plattenstapel eine pressfrische Produktion von Stings Album Duets – dann groovt der M500 gnadenlos. Dabei erzählt er mir über die Geheimnisse der schwarzen Scheibe quick alles, selbst das, was ich eigentlich gar nicht wissen möchte. Etwa, dass Stings Tonmeister ihm und seinen Duettpartnern, darunter illustre Sangesbrüder wie Zucchero Fornaciari, in manchen Nummern eine Extraportion Hall mitgegeben haben. Wahrscheinlich, damit die in Ehren ergrauten Kämpen bei jenem Publikum ihr Gesicht wahren, das eigentlich zur Generation Streaming gehört und jetzt gerade das überaus trendige Thema „Analog“ für sich entdeckt.
Der Rekkord M500 ist gleichwohl alles andere als ein „Me-too-Produkt aus der Lifestyle-Ecke. Zur Einordnung seiner Qualitäten hat Jürgen Reichmann gleich zwei M500 in die FIDELITY-Redaktion geschickt. Einer in der vorjustierten Grundkonfiguration, wie er aus der Manufaktur in St. Georgen kommt: Hier prangt ein Ortofon-Tonabnehmer, der 2M Blue Moving Magnet, in der Headshell – ordentliches MM-Equipment für High-End-Einsteiger ohne den Anspruch, auch noch die letzten Einzelheiten aus der Plattenrille zu kitzeln. Dafür erfreulich homogen, klangfarbenstark und auf den Punkt spielend wie ein guter Ensemblemusiker. Damit ist der M500 ein unkomplizierter Spielpartner für die Stunden, die dem entspannten Hören entspannter Musik gehören.
Ein anderes Kaliber stellt die Spezialausführung dar, die Reichmann und sein Team zusammengestellt haben, um die Talente des Rekkord M500 deutlicher herauszuarbeiten: Eigens für den FIDELITY-Hörtest gönnten sie dem sympathischen Spieler ein Goldmund Eroica LX. Und diese Moving-Coil-Preziose, die mit rund 600 Euro Straßenpreis deutlich mehr als das Ortofon 2M Blue kostet, ließ dem preisgünstigeren System nicht den Hauch einer Chance – was aber nur im direkten Vergleich auffiel. Das spricht für die überaus solide Basis, die der Rekkord M500 für jene High-End-Beginner bietet, die in die analoge Welt langsam hineinwachsen wollen.
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Wie sein Vorfahr aus der seligen Dual-Epoche kommen der M500 und sein auf Leichtgewichtigkeit gezüchteter, von Rekkord Audio im Vergleich zum Ausgangsprodukt noch einmal subtil verbesserter Tonarm mit einer ganzen Reihe von Tonabnehmern zurecht, die nur nicht allzu schwer sein sollten. Das Goldring wiegt 5,5 Gramm und hat eine Nadelnachgiebigkeit von 18 µm/mN, beim Ortofon sind es 7,2 Gramm und 20 µm/mN. Empfohlen sind beide für leichte bis mittelschwere Arme, verkörpern additionally ideale Spielpartner für den ULM-Arm des M500. So richtig Fliegen lernt der gerade bei anspruchsvollerer „Software“ allerdings erst mit dem Goldring Eroica LX. Chronisch unvernünftige Analogos wie ich entblöden sich auch nicht, Systeme in den Rekkord zu schrauben, die den Plattenspielerpreis um ein Vielfaches übersteigen. Die Unterschiede bleiben stets hörbar, was für die so einfache wie effiziente Laufwerkskonstruktion spricht.
Diese wurde gegenüber der jahrzehntealten Konstruktion freilich an den entscheidenden Stellen optimiert. So steht der M500 nur auf drei Füßen, um jegliches Kippeln im Ansatz zu unterbinden. Statt eines „angewachsenen“ Tonarmkabels gibt es ein Anschlussfeld mit vergoldeten Cinchbuchsen und einer soliden Masseklemme. Und die Geschwindigkeitswahl beziehungsweise das Ein- und Ausschalten geschieht auch nicht mehr mit einem Drehschalter, sondern mit einem beleuchteten Touch-Taster, sodass nicht die Gefahr besteht, den relativ leichten M500 auf seiner Standfläche zu verrücken. Die Materialwahl von Korpus und Zarge ist auf Vibrationsarmut und Störfrequenz-Eliminierung abgestimmt – eine Erklärung dafür, warum die leichte Subchassis-Konstruktion so punktgenau spielt und im Bass so unaufhaltsam anschiebt. Ein Plattenspieler, der sogar eingefleischte Digitalos zu Konvertiten machen könnte. Beeindruckend.
Info
Plattenspieler Rekkord M500
Konzept: manueller Plug’n’-Play-Plattenspieler mit Subchassis
Anschlüsse: Cinchbuchsen, Klemme für Erdungskabel
Antrieb: Flachriemen (innenliegend), elektronisch geregelter DC-Motor
Geschwindigkeiten: 33⅓ und 45 U/m, umschaltbar
Plattenteller: ø 12″, Material Aluminium, antimagnetisch, bedämpft
Tonarm: 8,3″, Ultra-Low-Mass, masselose Auflagekraft
Antiskating: Feder, feinjustierbar
Tonabnehmer: Ortofon 2M Blue (Moving Magnet, Ausgangsspannung 5,5 mV)
Stromversorgung: externes Netzteil 12 V/100 mA
Zubehör: Cinchkabel, Staubschutzhaube, antistatische Filzmatte und Adapter für Singles mit großem Mittenloch
Ausführungen: Mattsilber oder Schwarz
Maße (B/H/T): 44/13/37 cm
Gewicht: 5,5 kg
Garantiezeit: (bisher keine Rückmeldung)
Preis: um 1199 € (ohne Ortofon 2M Blue um 1099 €)
Kontakt
Reichmann AudioSysteme
Graneggstraße 4
78078 Niedereschach im Schwarzwald
Telefon +49 7728 1064 [email protected]
Der neue Blaupunkt Plattenspieler TT 100 TX überträgt Musikstücke through Bluetooth.
Blaupunkt legt eine neue Platte auf und streamt die Vinyl-Musik mit seinem neuen Plattenspieler per Bluetooth an Speaker und Kopfhörer. Der Blaupunkt TT 100 TX vereint das Beste aus der stimmungsvollen Welt der Schallplatten mit moderner Technologie: Während der hochwertige Aluminiumteller im präzisen Gleichlauf mit 33 oder 45 RPM rotiert und die solide Bauweise das hochwertige MM-System von Audio Technica abrundet, sorgt die kabellose Verbindung through Bluetooth dafür, dass sich der warme und detaillierte Klang einer LP flexibel entfalten kann. Gleichzeitig legt Blaupunkt bei seinem neuesten Plattenspieler großen Wert auf eine hochwertige und zugleich reduzierte Optik.
Moderne Technik gehört zum guten Ton
Mit dem Moving Magnet-System von Audio Technica setzt der TT 100 TX auf ein sehr gutes Abtastverhalten und hochwertige Komponenten. Dank der integrierten Bluetooth-Schnittstelle, koppelt er sich auf Wunsch mit Kopfhörer, Lautsprecher und Co. und überträgt die Musik kabellos. Alternativ lässt sich der Plattenspieler kabelgebunden über einen abschaltbaren RIAA-Entzerr-Vorverstärker zum Beispiel mit der HiFi-Anlage verbinden. So ist der Vinyl-Spieler kompatibel zu allen marktüblichen Audioeingängen.
Durch die einstellbare Anti-Skating-Funktion des Plattenspielers werden Verzerrungen reduziert und einseitige Abnutzungen der Schallplatten verhindert. Zudem punktet der vielseitige Entertainer mit einer Abschaltautomatik, die dafür sorgt, dass der Plattenteller am Ende der Vorstellung automatisch stoppt.
Hörbar solide Bauweise
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Die hochwertige Aluminium-Druckguss Konstruktion des Plattentellers und des Chassis verleiht dem TT 100 TX eine hohe Steifigkeit. Die vibrationsminimierenden Dämpfungsfüße, das gefederte Gehäuse und das gewünscht hohe Gewicht des Plattentellers schaffen eine angenehme Laufruhe. Die auf den Plattenteller aufgebrachte Gummimatte bietet eine zuverlässige Haftung der Schallplatte und trägt so zusätzlich zum klaren Klangbild bei. Die Gleichlaufschwankungen betragen lediglich ca. 0,1 %.
Die Maße des schwarzen Blaupunkt TT 100 TX liegen bei 432 x 363 x 124 mm (B x T x H). Er wird inklusive Abdeckung ausgeliefert. Ab sofort ist er für 199,95 Euro unter anderem im Blaupunkt Online Shop unter blaupunkt-audio.de erhältlich.
Mit dem Roberts Radio Stylus, dessen Drehteller von einem Riemen angetrieben wird und dem direkt angetriebenen Stylus Luxe hat auch die britische Firma zwei stilvoll designte Plattenspieler im Portfolio.
Beide sind mit USB-Anschluss sowie einem schaltbaren MM-Phonovorverstärker ausgestattet und bieten einen erstklassigen Einstieg in die faszinierende Vinyl-Welt.
Roberts Stylus: Die Plattensammlung lebt
Das Erlebnis, das eine intestine gepflegte Plattensammlung bietet, ist für viele Audio-Enthusiasten das Größte. Besonders komfortabel lassen sich die gepressten Werke mit den stilvollen Plattenspielern von Roberts Radio genießen. Dabei ist es egal, ob eine hochwertige HiFi-Anlage im Wohnzimmer steht oder über den AUX-Eingang die aktiven Lautsprecher am Schreibtisch oder im Regal verkabelt werden: Ein Vorverstärker ist in den Plattenspieler eingebaut und ermöglicht größtmögliche Flexibilität mit vielen Systemen. Der Phono-Vorverstärker beider Modelle lässt sich auch abschalten, um die Verwendung hochwertiger externer Vorstufen zu ermöglichen.
Besonders einfach lässt sich die Alben-Sammlung mit dem stilvollen Plattenspieler Stylus von Roberts Radio genießen. Durch seinen halbautomatischen Riemenantrieb mit zwei Geschwindigkeiten (33 und 45 RPM), seinem einfachen Lifthebel und dem AT3600L-Tonabnehmer bietet er ein unkompliziertes und reines Musikerlebnis. Wer seine geliebten Vinyl-Schätze elegant ins digitale Zeitalter überführen möchte, kann dies über den integrierten USB-Anschluss realisieren – nur den Stylus an den Computer anschließen und mit wenigen Handgriffen ist alles erledigt.
Roberts Stylus Luxe: Audiokunstwerk mit Direktantrieb
Hochwertige Materialien und ausgefeilte Technik kommen auch im Stylus Luxe zum Einsatz, der mit einem USB-Anschluss ebenfalls die Möglichkeit für Aufnahmen bietet. Dieser Premium-Plattenspieler verfügt allerdings über einen Direktantrieb mit den üblichen zwei Geschwindigkeiten (33 und 45 RPM), einen Tonarm aus Carbon und den Tonabnehmer AT-95E von Audio Technica. Das Design in Walnussoptik und einer Frontplatte aus gebürstetem Aluminium ist ein absolutes Highlight im Wohnzimmer. Hier zeigt sich wiederholt, dass Roberts gekonnt herausragendes Design, gute Komponenten und modernste Technik zu einem überzeugenden Audioprodukt kombiniert.
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Allgemeine Informationen, Preise und Verfügbarkeit
Der Plattenspieler Stylus ist ab sofort im ausgesuchten Fachhandel, im Onlineshop auf shop-robertsradio.de und im eigenen Amazon Shop verfügbar. Der Stylus Luxe folgt voraussichtlich Mitte März Die unverbindlichen Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer liegen bei 379,00 Euro für den Stylus und 579,00 Euro für den Stylus Luxe.
Pro-Ject Debut Pro White Edition und X8 Special Edition
Pro-Ject hat den passenden Plattenspieler für jeden Geschmack. Mit den neuen Special Editions Pro-Ject Debut Pro White Edition und X8 Special Edition bringt Pro-Ject zwei einzigartige Ausführungen und bietet auch Fans des Besonderen Alternativen zum Plattenspieler-Einerlei.
Pro-Ject Debut Pro White Edition
1991 überraschte Pro-Ject die HiFi-Welt mit einem Plattenspieler, der mit hervorragendem Klang und äußerst attraktivem Preis überzeugte. Das Geheimnis dieses ersten Pro-Ject Plattenspielers lag in seinem vollkommen auf die notwendigsten Funktionen reduzierten Design. Die verwendeten Materialien und Technologien jedoch waren kompromisslos mit Blick auf die bestmögliche Wiedergabequalität ausgewählt.
Dieser Philosophie folgend entstand im Laufe der Jahre ein umfangreiches Komplettangebot von Plattenspielern, Elektronikkomponenten und Lautsprechern. Die Modelle der Debut Linie gehören zu den meistverkauften Qualitätsplattenspielern weltweit. Zum 30-jährigen Firmenjubiläum präsentierte der Hersteller ein ganz besonderes Modell: den Debut Pro.
Der Pro-Ject Debut Pro White Edition ist eine limitierte Sonderedition des bekannten Debut Pro komplett in schneeweiß – sogar der voreingestellte 2M-Tonabnehmer kommt in passender Farbe, genauso wie der neue einteilige 8,6”-Aluminium-Tonarm.
Pro-Ject X8 Special Edition
Der X8 verbindet die klanglichen Vorteile von Subchassis- und Masselaufwerk und offeriert den günstigen Einstieg in die Mass-Loaded-Technologie sowie die True-Balanced-Anschlussvariante. Der über fünf Kilogramm schwere Plattenteller wird aus einem Stück Aluminium präzisionsgedreht und ist innen mit einem Ring aus TPE ruhiggestellt. Ein invertiert aufgebautes Tellerlager mit Keramiklaufflächen sorgt für eine absolut präzise und kontrollierte Führung. Die Magnetunterstützung mit einander abstoßenden Neodym-Magneten entlastet das Lager von einem Großteil des Plattentellergewichts. Die Laufruhe des Lagers wird so deutlich verbessert.
Der Pro-Ject X8 Special Edition macht mit seinem Metallic-Finish auf sich aufmerksam und kommt mit einem voreingestellten MC-Tonabnehmer, dem Ortofon Quintet Black. Der X8 ist eine echte High-End-Lösung mit wichtigen technischen Merkmalen der Modelle Xtension 9 und 10.
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Verfügbarkeit und Preis
Die UVP für den Pro-Ject Debut Pro White Edition beträgt 799 Euro. Die UVP für den Pro-Ject X8 Special Edition inklusive MC-Tonabnehmer Ortofon Quintet Black beträgt 2.499 Euro.
Mit dem Bau von Plattenspielern in den Markt der Unterhaltungselektronik einzusteigen und komplett in Deutschland zu produzieren sei nicht die cleverste Idee, verrät mir Wolfgang Epting aus dem Industriestädtchen St. Georgen im Schwarzwald. Seine Plattenspieler der Marke Perpetuum Ebner hätten etwa 80 Bauteile, die alle im Zusammenspiel unmittelbar den Klang der feinen Nadelsignale beeinflussen, dabei feinmechanische Präzision und Störarmut gewährleisten müssen. Aber Wolfgang Epting ist ein Analog-Enthusiast und wagte den Schritt trotzdem.
In aller Kürze: Der Perpetuum Ebner PE 7070 ist beste Handwerkskunst „Made in Germany“ und bietet ein preislich sehr attraktives Komplettpaket, das so manchen „Global Player“ zum Nachdenken anregen sollte.
Er ist mit den großen Plattenspielermarken der 60er und 70er Jahre Perpetuum Ebner und Dual aufgewachsen, deren Ursprung und Blütezeit in seiner Heimat St. Georgen lag. Heute werden die noch existierenden Bürogebäude und Fertigungshallen wieder genutzt von Ingenieurbüros, Start-ups und metallverarbeitenden Betrieben, denn an Potenzial intestine ausgebildeter Fachkräfte mangelt es dank der Nähe zu Hochschulen und worldwide agierenden Konzernen in der Region nicht. Lange Zeit warfare Wolfgang Epting selbst in verantwortlicher Position eines Global Players tätig. Lokale Standorte im Hochlohnland Deutschland stehen dabei unter besonderem Effizienzdruck, was mittelfristig immer auch zum Abbau und Abwandern von Arbeitsplätzen führt. 2014 warfare die Zeit reif für einen positiven Wandel, hin zu konstruktiver Aufbauarbeit und zurück zu der analogen Leidenschaft – die Idee einer Wiederbelebung der Marke Perpetuum Ebner warfare geboren.
Als Designvorbild hat Wolfgang Epting den letzten großen PE 2020 in der markanten zweigeteilten Ausführung mit der „Luxuszarge“ von 1967 gewählt. Die beiden ersten Modelle PE 1010 und PE 4040 leiten sich direkt von der Nomenklatur des Vorbildes ab. Die Doppelzahl weist konstruktiv immer auf eine Subchassis-Ausführung hin. Heute entwickelt, konstruiert und baut die Firma WE Audio Systems mit der Marke Perpetuum Ebner wieder Plattenspieler in einem ehemaligen Betriebsgebäude in St. Georgen. „Made in Germany“ heißt es additionally, und es ist bemerkenswert, mit wie vielen Modellen und mit welcher Fertigungstiefe sich Perpetuum Ebner innerhalb von nur sieben Jahren wieder am Markt etabliert hat. Zusätzlich entwickelt und fertigt WE Audio Systems neben den eigenen Plattenspielerkreationen mittlerweile auch für andere namhafte Hersteller in der Branche.
Dabei legt Wolfgang Epting Wert auf die Unterstützung lokaler Zulieferer und regionaler Spezialbetriebe, die einen Teil der Komponenten fertigen. Hervorzuheben ist auch der mittlerweile dritte in Eigenregie entwickelte Tonarm TO 2018 aus Carbon und Aluminium, der integraler Bestandteil des PE 7070 ist. Mit der Wiederbelebung der Marke Perpetuum Ebner wird jedoch keine Restauration alter Plattenspieler oder der Nachbau alter Modelle angestrebt, es ist vielmehr ein „Start-up“ in die Neuzeit bei Ausrichtung auf das anspruchsvolle und musikbegeisterte Klientel bzw. die qualitätsbewusste Kundschaft. So warfare dann auch nach sieben Jahren die Zeit reif für ein Spitzenmodell mit der Bezeichnung Perpetuum Ebner PE 7070, ausgestattet mit einem State-of-the-Art-Direktantrieb aus Deutschland. Die Zahl Sieben steht dabei für den Direktantrieb und ist der Historie alter Dual-Direktantriebler entnommen. Die Doppelzahl deutet auf die Kombination mit dem PE-Subchassis hin, ein interessanter Ansatz, wie ich finde, und eher selten auf dem Markt vertreten. Der Direktantrieb stammt von Alfred Langer und ist dem Autor schon aus dem Langer Audio No. 7 (schon wieder die Sieben!) bekannt und in guter Erinnerung. Insgesamt setzt der PE 7070 ein starkes Signal, nicht nur wegen der orangenen Gehäuseausführung des Testmusters, sondern viel mehr noch in Sachen Unternehmertum, Individualismus und regionale Nachhaltigkeit. Beste Voraussetzung additionally für einen kurzweiligen Erfahrungsbericht und exklusive Hörerlebnisse?
Schwarzwälder Uhrwerk
Der Langer No. 7 hat ebenfalls eine Subchassis-Konstruktion, allerdings ist dieses mit vier Elastomerdämpfern härter aufgehängt als der PE 7070. Sein Subchassis nennt PE „Integrated Floating Board“, es besteht aus einem umgeformten und bedämpften Stahlblech, das an drei konischen Schraubenfedern aufgehängt ist. Diese Ausführung erinnert nicht zufällig an die von Thorens und Linn seit den 1980er Jahren her bekannte und bewährte Subchassis-Konstruktion, Wolfgang Epting ist von dem Prinzip überzeugt. Beim PE 7070 sind die Federn allerdings steifer eingestellt und werden mittels Suspensionsbolzen vor übermäßiger seitlicher Auslenkung bzw. Taumeln bewahrt. Das Subchassis ist genauso wie der gesamte Plattenspieler bei Auslieferung an den Kunden schon vorjustiert. Lediglich die drei Transportsicherungsschrauben, die das Subchassis mit dem Gehäuse zusammen fixieren, müssen gelöst werden, der mit circa drei Kilogramm recht leichte Aluminiumteller muss über die Spindel gestülpt und das Tonarmgewicht aufgeschraubt werden.
Auf der Innenseite des Plattentellers eingearbeitet ist eine Gummimatte zur Bedämpfung von Schwingungen, die sich in den Teller übertragen könnten. Die übliche Kleckerei mit Lageröl, separat einzusetzendem Subteller und Riemenmontage bleibt hier aus. Beim Direktantrieb ist das Antriebslager gleichzeitig das Tellerlager, weshalb es auch hier zu keinerlei Fehlanpassungen kommen kann – prinzipielle Vorteile für den sauberen Abtastvorgang. Mittels optoelektronischem Sensor erfolgt eine ruckfreie Ansteuerung der eisenlosen Motorspulen, die Drehzahl wird dabei everlasting durch die Sensoren überwacht. Der Motor wird über eine analoge Schaltung geregelt, mit sehr geringer Steuerspannung am Motor, und muss dann quasi nur noch die minimalen Reibungsverluste am Lager ausgleichen. Dort werden die Radialkräfte von einem Sinterlager aufgenommen, die Axialkräfte durch einen Polyamid-Lagerspiegel. Drehzahlen von 33⅓und 45 U/min können hyperlinks vom Teller an einem „Thorens-typischen“ Hebel gewählt werden.
Eine Drehzahl-Feineinstellung kann an rückseitigen Potis vorgenommen werden, warfare aber beim Testmuster nicht erforderlich. Das Hochlaufen geht zügig, und beim Ausschalten rotiert der Teller noch bemerkenswert lange nach, was auf die geringe Lagerreibung zurückzuführen ist. Die analoge Schaltung ist im Gehäuse integriert, das Netzteil kommt in einem separaten schwarzen Kästchen und kann damit in sicherer Entfernung zu den kleinen Abtastspannungen der Nadel betrieben werden. Der Vertrieb ATR legt dem PE 7070 die eigene Plattentellerauflage „The Mat“ bei, anstelle einer Filzmatte bzw. der „vinyl mat“ von PE. Im Gegensatz zu der Vinylscheibe besteht die ATR-Matte aus Feinleder, wobei die eine Seite plangeschliffen wurde und die andere rau, beinahe fransig ist. So sollen Resonanzen besser gedämmt und elektrostatische Aufladungen optimum abgeleitet werden.
Aus meiner Sicht ist der heimliche Star des Ensembles der neue Tonarm TO 2018, nach dem TO 2016 und dem TO 2017 eine weitere Eigenentwicklung in 9,2 Zoll Länge. Dieser besteht aus einem Carbon-Tonarmrohr mit einer Aluminium-Headshell, welche die Höhen- und Azimut-Einstellung erlaubt. Die kardanische Lagerung mit zwei Präzisionsachsen ermöglicht eine sehr präzise und leichtgängige Führung des Tonarmes. Antiskating ist über ein flaches Drehrad einstellbar, allerdings für meinen Geschmack etwas zu leichtgängig, und die Skala verfügt über keine Zahlenwerte, sodass ich schon mal die Orientierung beim Einstellen verloren hatte. Der Tonarm ist ein Leichtgewicht und wirkt haptisch wie mechanisch sehr präzise. Es macht Spaß, damit zu hantieren, und er funktioniert zuverlässig wie ein Schwarzwälder Uhrwerk.
Die zweiteilige und auf Wunsch zweifarbige MDF-Zarge ist das Markenzeichen von Perpetuum Ebner und kann in verschiedenen Ausführungen bestellt werden. Das tellerseitige Chassis ist in den Echtholzfurnieren Eiche, Kirsche, Walnuss oder in Schwarz bzw. Weiß seidenmatt standardmäßig lieferbar. Dazu kann das Tonarmboard in Schwarz seidenmatt gebucht werden oder alternativ gegen Aufpreis beide Seiten in hochglänzendem Pianolack. Auf Kundenwunsch sind weitere individuelle Farbkombinationen möglich, zum Beispiel alle RAL-Farben oder, wie bei unserem exklusiven FIDELITY-Testmuster, seidenmattes Orange und Schwarz.
Der Plattenspieler in Holzoptik oder seidenmatter Ausführung mit Tonarm TO 2018, der ATR-Tellermatte, Phonokabel und Staubschutzhaube kostet 7500 Euro. Im Preis ist ein hochwertiges Cinch-Phonokabel von Zavfino (The Spirit) mit dabei – sehr sinnvoll, denn es ermöglicht, gleich auf hohem Niveau Musik hören zu können. Zusätzlich kann man rückseitig am PE 7070 auch XLR-Kabel anschließen, was den Anspruch als Topmodell innerhalb des Sortiments und damit auch an kompromisslosen Klang unterstreicht. Im Paket von ATR kann man zudem verschiedene Ortofon-Tonabnehmer wählen, preislich liegt man dann zwischen 8900 Euro mit dem Ortofon MC Cadenza Bronze und 11 000 Euro mit dem MC Windfeld Ti.
Beim Testmuster warfare das MC-System Cadenza Black mit Shibata-Nadelschliff vorinstalliert zum Paketpreis von dann 9450 Euro. An der Unterseite wird die Zarge durch eine Stahlblechwanne abgeschlossen, woran drei höhenverstellbare, mit Sorbothan bedämpfte Füße angeschraubt sind. Der PE 7070 reagiert auf die Stellbasis und die Justage-Güte dennoch hörbar im Klangbild, wie eigentlich alle mir bekannten Plattenspieler auch. Um kein Klangpotenzial zu verschenken, sollte additionally eine stabile Stellfläche, gerne mit einer entkoppelten Basis, eingeplant werden. Eine genaue Justierung der Tonarmparameter versteht sich von selbst.
Eingebauter Logenplatz
Beim Einschalten und im Betrieb fällt mir der Direktantrieb sehr positiv auf bzw. fällt nicht auf, denn er arbeitet absolut lautlos. Im Klangbild macht sich das mit einem sehr ruhigen und schwarzen Hintergrund bemerkbar. The Delines aus Portland, Oregon betreten auf The Sea Drift eine sehr weite Bühne mit ihrem Country-Soul-Stil und den eher traurigen Texten des Songwriters Willy Vlautin, der mittlerweile auch sechs Romane veröffentlicht hat. Die eindringliche Stimme auf dieser Platte gehört Amy Boone, und sie wird durch Bläser und Streicher dramatisch in Szene gesetzt. Das Klangbild über den PE 7070 löst sich realistisch von den Lautsprechern, während der geneigte Zuhörer mitgenommen wird auf die musikalische Reise wie in einem Roadmovie. Dabei schafft es der PE 7070, eine felsenfeste Autorität mit einem gewissen Swing zu kombinieren, was ich mal ein Stück weit der Kombination aus Direktantrieb und Subchassis zuordne – ganz große Klasse!
Bildergalerie
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Da bekomme ich geradezu Lust, auch noch die Vinylscheibe OH (Ohio) von Lambchop aus Nashville, Tennessee nachzulegen. Die kürzlich erschienene Neuauflage des 2008 veröffentlichten und nur einmal auf Vinyl gepressten Albums ist auf 1200 Stück limitiert und verstärkt den Eindruck beim Autor, gerade auf einem Logenplatz dem besonderen Hörerlebnis beizuwohnen. Die bis zu 18-köpfige Musikgruppe um Kurt Wagner spielt einen dichten, atmosphärischen Sound mit starkem Bassfundament. Der PE 7070 gibt diese große Zahl an Musikern und Instrumenten mit Leichtigkeit und sehr aufgeräumt wieder. Die Frequenzbereiche sind gleichberechtigt intensiv, als würden wirklich mehrere Instrumente spielen und nicht „nur die eine Nadel durch die Rille gezogen“. Aufgelegt auf dem PE 7070 muss die LP-Pressung schon zeigen, was in der Rille steckt, notiere ich, und die Lambchop-LP liefert hier einen weiträumigen, klaren und druckvollen Sound.
Eine nachlässige Pressung oder eine unsaubere Aufnahme wird vom Duo Perpetuum Ebner PE 7070/Ortofon MC Cadenza Black allerdings genauso schonungslos entlarvt und zur Schau gestellt. Die Zeit ist einfach zu kurz für schlechte Pressungen, auch für den Autor, da wird viel lieber etwa die letzte Cranberries-LP Remembering Dolores aufgelegt, eine Zusammenstellung von Lieblingsstücken von Freunden und der Familie zum leider nicht erlebten 50. Geburtstag der viel zu früh verstorbenen Sängerin Dolores O’Riordan. Die anlässlich des Record Store Days 2022 erschienene und auf 5000 Exemplare limitierte Schallplatte ist musikalisch und klanglich auf sehr hohem Niveau produziert und genau das richtige Vinylfutter für den PE 7070. Durch Wechsel der Matte und gegebenenfalls ein Plattengewicht lässt sich der Klang des Plattenspielers noch sanft feintunen. Die ATR-Matte unterstützt entweder ohne oder nur mit leichtem Puck einen atmosphärischen Eindruck. Etwas neutraler und präziser wird es beispielsweise mit der neuen Origin-Live-Plattenmatte, allerdings hat sich dabei ein etwas höheres Plattengewicht für den Autor schlüssiger angehört. Das ist natürlich Geschmackssache – und Probieren auf jeden Fall erlaubt, denn der PE 7070 macht sehr viel hörbar, unterstützt auch den Live-Eindruck von guten Vinylplatten, und das verstehe ich als großes Kompliment in den Schwarzwald.
Technische Daten
Plattenspieler Perpetuum Ebner PE 7070
Konzept: Subchassis-Laufwerk mit Direktantrieb
Antrieb: bürstenloser Direktantrieb
Plattenteller: 24-mm-Aluminiumteller (3 kg), bedämpft
Tonarm: PE TO 2018 (9″)
Tonabnehmer: Justiertes Ortofon MC Cadenza Bronze (non-obligatory)
Gerätefüße: höhenverstellbare Sorbothan-Dämpfer
Ausführungen: Eichenfurnier schwarz, Kirsche Furnier, Schwarz Hochglanz, Walnuss Furnier, jede RAL-Wunschfarbe sowie Wunschfurniere sind möglich
Lieferumfang: transparente Abdeckhaube, Phonokabel Zavfino The Spirit, Feinleder-Auflage ATR The Mat, elektronische Tonarmwaage
Gewicht: 15 kg
Maße (B/H/T): 47/18/34 cm
Garantiezeit: 2 Jahre
Preis: ab 7500 € (nur Laufwerk inkl. Tonarm TO 2018), Testmodell um 9450 € (inkl. Ortofon MC Cadenza Black)
Kontakt
ATR – Audio-Trade Hi-Fi Vertriebsgesellschaft
Schenkendorfstraße 29
45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon +49 208 882 66 0 [email protected]