Audio Physic präsentiert zur HighEnd 2023 die neue Version der Avanti. Der preisgekrönte Lautsprecher ist jetzt erstmals mit der revolutionären PowerTrain-Technologie ausgestattet. Für Vorgängermodelle ist ein Upgrade-Kit erhältlich.
Das Modell Avanti stößt als nächster Lautsprecher der Audio Physic Referenzreihe in eine neue Klangdimension vor. Ab sofort sind die preisgekrönten Lautsprecher mit der revolutionären PowerTrain-Technologie ausgestattet.
Die Klang-Spezialisten aus Brilon rüsten dazu die Avanti mit dem neuen Mitteltöner HHCM SL und einer speziell abgestimmten Frequenzweiche aus. Der HHCM SL arbeitet ohne Zentrierspinne und liefert in dieser Klasse eine unerreichte Performance an Auflösung und räumlicher Darstellung. Das elegante und minimalistische Design der Avanti bleibt unverändert.
Wie bereits für die Codex und Midex, bietet Audio Physic ein Upgrade-Kit für die Vorgängermodelle Avanti 6 und Avanti 35. Kunden können das Upgrade-Kit ab dem 1. Juli bei ihren Fachhändlern anfragen. Der Preis beträgt 2.690 € professional Paar.
Für Audio Physic Geschäftsführer Thomas Saheicha passt dieses Angebot perfekt zur Philosophie des Unternehmens: „Unsere Kunden kaufen ihre Schallwandler in der Regel für ein Leben lang. Für die meisten ist es eine Investition in Qualität. Deshalb battle es für uns selbstverständlich, ein Upgrade-Kit zu entwickeln, dass es unseren Kunden ermöglicht, an Innovationen teilzuhaben, ohne den kompletten Lautsprecher austauschen zu müssen. Damit gehen wir auch in Sachen Nachhaltigkeit neue Wege.“
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Wichtigste Merkmale
3-Wege-Lautsprecher
Maße (HxBxT): 1087 x 170 x 290mm
Gewicht: 22 kg Holz bzw. 27,5 kg Glas
Impedanz: 4 Ohm
Frequenzgang: 31 Hz – 40 okHz
Verfügbarkeit und Preis
Die neue Avanti kann ab sofort bestellt werden. Die Preise beginnen bei 8.790 Euro für die Varianten in in Glas beziehungsweise 9.490 Euro für Ausführungen in Holz mit Hochglanzlackierung.
Über Audio Physic
Seit quick vier Jahrzehnten setzt Audio Physic Maßstäbe für progressive Lautsprecher mit beispielloser Klangqualität, die mit ihren eigens entwickelten Komponenten und Chassis Ihresgleichen in der Hifi-Welt suchen. Mit unvergleichlicher Expertise und Liebe zum Detail werden die Lautsprecher bis heute im sauerländischen Brilon entwickelt und von Hand gefertigt.
Die Monitor Audio Group enthüllt ihren neuen Flaggschiff-Lautsprecher Hyphn – ein klares Statement und eine machtvolle Demonstration der Fähigkeiten im Bereich Design, Entwicklung und Fertigung, sowie eine perfekte Ausgangsbasis für zukünftige Projekte.
“Einer der wesentlichen Vorteile an einem unabhängigen Unternehmen ist die Möglichkeit, über das eigene Schicksal selbst entscheiden zu können, sowie eigene Ideen und technische Herausforderungen mit eigener kreativer Freiheit zu begegnen und sich selbst weiterzuentwickeln. Und so haben wir uns gefragt, was wohl möglich ist, wenn wir all unsere Erfahrungen aus 50 Jahren Design, Entwicklung und Fertigung zusammenbringen. Es gab nur eine Möglichkeit, dies herauszufinden. Und drei Jahre später sind wir stolz darauf, Ihnen die Antwort präsentieren zu können. Hyphn ist völlig anders als alles, was wir Andere jemals erschaffen haben: Hyphn ist der ambitionierteste, technisch fortgeschrittenste und leistungsfähigste Lautsprecher in der Geschichte der Monitor Audio Group. Es ist eine beeindruckender Beweis unserer Fähigkeiten aus fünf Dekaden Erfahrung – und gleichzeitig ein Ausblick in die Zukunft und die Dinge, die noch kommen werden”, sagt Rob Barford, Chief Executive Officer, Monitor Audio Group
Vom Konzept zur Serie
Der im Jahr 2022 vorgestellte Prototyp “Concept 50“ wurde zur Serienversion Hyphn weiterentwickelt und vereint die Erfahrung und Expertise des gesamten Monitor Audio-Teams in sich. Mit dem radikal neuen Design, technischen Innovationen und seinem Übermaß an Kraft und Leistungsfähigkeit sticht dieser Lautsprecher aus der Masse heraus und überzeugt klanglich wie optisch auf ganzer Linie.
Ein technischer Sprung nach vorn
Das Herz von Hyphn bildet das ‘M-Array’. Dieser außergewöhnliche Aufbau, komplett von Monitor Audio-Ingenieuren und -Technikern entwickelt, besteht aus einem einzelnen Hochtöner, der von nicht weniger als sechs Fünf-Zentimeter-Mitteltönern eingerahmt wird. Das Ergebnis ist eine unglaublich klare Klangbühne, die es dem Zuhörer ermöglicht, jedes einzelne Instrument und jede Stimme präzise zu orten und herauszuhören.
Der Hochtöner übernimmt die Micro Pleated Diaphragm III-(MPD III) Technologie aus dem Prototyp Concept 50, für ein naturgetreues, klares und ausgewogenes Klangbild. Der von Monitor Audio-Akustikingenieuren entwickelte Hochtöner kommt heute schon in der Flaggschiffserie Platinum 3G zum Einsatz.
Die sechs Fünf-Zentimeter-Mitteltöner nutzen ebenfalls die 2022 eingeführte Rigid Diaphragm Technology III (RDT III) von Monitor Audio, die für eine verbesserte Klarheit im Mittelton sorgt.
Das M-Array befindet sich zentral zwischen den beiden Säulen der Hyphn, die jeweils ein Paar leistungsstarker 20-Zentimeter-Tieftöner beherbergen, die nach innen gerichtet sind und als “Force-Cancelling“-Anordnung aufgebaut sind. Diese Anordnung sorgt dafür, dass die von Treibern unvermeidbaren Vibrationen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Und zwar sowohl in den Treibern selbst als auch im Lautsprechergehäuse. Die Schwingspulen mit großem Durchmesser reduzieren harmonische Verzerrungen und sorgen für eine saubere, straffe und druckvolle Basswiedergabe.
Power und Präzision
Hyphn wurde mit dem Ziel entwickelt, perfekte Basskontrolle, Präzision und Dynamik sowie allerfeinste Details in den Höhen und oberen Mitten zu liefern. Die Frequenzweichen wurden mit dem Ziel entworfen, präzise, kontrollierte Leistung über das gesamte Frequenzspektrum zu garantieren. Zudem ist Hyphn der leistungsfähigste Lautsprecher, den Monitor Audio je produziert hat.
The Shape of Genius
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Der Name Hyphn leitet sich von dem architektonischen Begriff “Bindeglied” ab, der eine Verbindung zwischen zwei separaten Strukturen darstellt. Jeder Lautsprecher besteht aus zwei Säulen, wobei das “Bindeglied” zwischen ihnen das M-Array beherbergt. Das Gehäuse ist aus thermogeformtem, präzisionsgefrästem Mineral- und Acrylstein gefertigt, um eine absolut stabile Struktur zu schaffen. Mit ins Gehäuse eingelassenen Bassreflexrohren, Verstärkungsrippen und Verstrebungen mit Innen- und Außenwandstärken von ½-Zoll bis zu 1-Zoll für die Verstrebungen um die Force-Cancelling-Tieftöner herum, ist das Gehäuse nahezu vibrationsfrei. Dadurch werden Verwindungen des Gehäuses und klangschädliche Resonanzen minimiert und eine perfekte Klangreinheit und Präzision der Chassis gewährleistet.
Zusammenfassung der Hauptmerkmale
Der neue Flaggschiff-Lautsprecher ist der innovativste, technisch fortschrittlichste und leistungsstärkste Lautsprecher, den Monitor Audio je entwickelt hat
Hyphn ist die technische Evolution und Serienversion des hochgelobten Prototyps Concept 50, der anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Monitor Audio im Jahr 2022 auf der HIGH END in München vorgestellt wurde.
Der Architekturbegriff “Hyphn” – ein Bindeglied zwischen zwei größeren Strukturen – wurde angesichts des radikalen Designs der Lautsprecher als passender Name gewählt
Einzigartige “M-Array”-Hoch- und Mitteltönertechnologie mit dem neuesten Micro Pleated Diaphragm und sechs 2” -Mitteltönern mit Rigid Diaphragm Technology
In jedem Lautsprecher kommen je vier kraftvolle – paarweise angeordnete und sich gegenüberstehende – 8” Force-Cancelling-Basstreiber zum Einsatz
Insgesamt arbeiten in jedem Lautsprecher elf Treiber mit höchster Präzision
Hyphn verfügt über ein präzisionsgefrästes Gehäuse, gefertigt aus thermogeformten Mineral- und Acrylstein
In drei edlen Ausführungen erhältlich; Satinweiß, Mattschwarz und mattes Heritage Green
Vollständig von Monitor Audio im UK entwickelt, designt und konstruiert
Verfügbarkeit und Preis
Hyphn wird ab dem 2. Mai 2023 weltweit bei ausgewählten Handelspartnern in den Ausführungen Satinweiß, Mattschwarz und mattes Heritage Green erhältlich sein. Der Preis liegt bei € 82.500 das Paar.
Mit seiner Firma AudiaZ entwickelt, fertigt und verkauft Dr. Helmuth Weber seit nunmehr quick 25 Jahren edle HiFi-Lautsprecher. Wir haben die AudiaZ Cadenza unter die Lupe genommen.
Die vier aktuellen Modelle Opera, Cadenza, ETA und Saria sind durchweg als Dreiwege-Standboxen mit passivem Crossover-Netzwerk aufgebaut und primär mit Treibern von Accuton bestückt. Das hier vorgestellte Modell Cadenza ist mit zwei 170-mm-Tieftönern, einem 100-mm-Mitteltöner und einer 30-mm-Hochtonkalotte ausgestattet. In der Standardausführung (Silver Edition) verfügen alle Treiber über Keramikmembranen. Für den Mittel- und Hochtöner gibt es gegen Aufpreis die Option, Treiber mit Diamantmembranen (Diamant Edition) einzusetzen. Eine späterer Um- beziehungsweise Aufrüstung auf Treiber mit Diamantmembranen ist möglich, muss jedoch beim Hersteller ausgeführt werden, da auch Änderungen an der Weiche erforderlich sind.
Das zum Test gestellte Pärchen der Cadenza wurde in der Standardausführung mit einer kompletten Keramikbestückung geliefert. Als kleines Zubehör gab es noch ein Kästchen mit passiven Bauteilen, die man parallel zu den Lautsprecherklemmen schalten kann. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Zobel-Glied, das zur Linearisierung der Lautsprecherimpedanz eingesetzt werden kann und den Lautsprecher damit für den Verstärker leichter handhabbar macht.
Besondere Mühe gab sich AudiaZ mit der Konstruktion des Gehäuses. Wie auch bei den Modellen ETA und Opera kommt das sogenannte OVO-Flügeldesign mit einer V-förmigen Frontplatte und den zwei seitlich angeordneten Tieftönern (die beiden „O“) zum Zuge. Neben einer insgesamt stabilen Konstruktion bietet diese Gehäuseform auch noch die Vorteile, Kanteneffekte zu reduzieren und den „Baffle Step“ zu vermeiden. Die leichte Neigung der oberen Frontplatte, die Mittel- und Hochtöner trägt, sorgt zudem dafür, dass die Schwingspulen der beiden Wege in einer Ebene liegen. Diverse Versteifungen im Innern des Gehäuses und eine Mischung aus verschiedenen Materialien zur Schwingungsdämpfung und Gehäusedämmung reduzieren Resonanzen sowohl der Gehäusewände wie auch des Innenvolumens. Das Gehäuse ist aus Ahorn-Plexwood gefertigt und bietet in jeglicher Hinsicht eine hohe handwerkliche Qualität, wie man es bei einem Lautsprecher dieser Preisklasse auch erwarten darf.
Die interne passive Weiche trennt die Wege bei 180 Hz und bei 2 okHz. Entwickler Dr. Helmuth Weber erläutert dazu, dass die elektrischen Filter zusammen mit dem akustischen Verhalten der Treiber sogenannte Ellipsen oder Parabelfilter mit zunehmender Steilheit bilden. Dass man auch bei der Auswahl der Bauteile für die Weiche und bei der Innenverkabelung hohe Maßstäbe angelegt hat, ist selbstredend. Die Verkabelung besteht aus Reinsilber ebenso wie die Folie des Kondensators vor dem Hochtöner.
Zu welchem Gesamtergebnis die aufwendige und kostspielige Konstruktion letztendlich führt, wurde im Messlabor des Aachener Institut für Akustik und Audiotechnik (IFAA) mit viel messtechnischem Aufwand analysiert und anschließend mit einem Hörtest verifiziert.
Elektrische Impedanz
Beginnen wir bei den elektrischen Eigenschaften der Cadenza, die sich für den antreibenden Verstärker als frequenzabhängige Impedanzkurve darstellen. Auch wenn für einen Lautsprecher eine nominelle Impedanz – bei der Cadenza sind es 4 Ω – genannt wird, bedeutet das nicht, dass sich der Lautsprecher wie ein einfacher 4-Ω-Widerstand darstellt. Gemäß der Norm DIN EN 60268-5 [1] besagt die nominelle Impedanz nicht mehr, als dass der Betrag der Impedanz des Lautsprechers diesen Wert bei keiner Frequenz um mehr als 20 % unterschreitet. Abhängig vom Aufbau des Lautsprechers, der Anzahl der Wege und der Weiche weist die Impedanz eines Lautsprechers immer eine mehr oder weniger starke Frequenzabhängigkeit auf. Abbildung 1 zeigt dazu die Kurven der Amplitude (rot) und der Phase (blau) für die Cadenza. Die Vorgabe der Norm für einen nominellen 4-Ω-Lautsprecher wird mustergültig eingehalten, die rote Kurve der Amplitude fällt nirgendwo unter 3,2 Ω. Die blaue Kurve für die Phase zeigt an, ob die Impedanz kapazitive oder induktive Anteile enthält. Negative Werte bedeuten kapazitive und optimistic induktive Anteile. Nur dort, wo die Phase bei 0° liegt, entspricht die Impedanz einem rein reellen ohmschen Widerstand.
Abb. 1: Amplitude (rot), Phase (blau) und EPDR (grau) der elektrischen Impedanz der Cadenza ohne Zobel-Glied.
Neben der Amplitude und Phase gibt es noch den EPDR-Wert. EPDR steht für „Equivalent Peak Dissipation Resistance“ und zeigt den Wert eines reellen Widerstandes an, der eine vergleichbare Last für die Endstufe zum komplexen Widerstand des Lautsprechers darstellt. Der EPDR berechnet sich aus den Amplituden- und Phasendaten des Lautsprechers und liegt meist unterhalb des reinen Betragswertes der Impedanz. Details dazu finden sich in mehreren schon etwas älteren AES-Veröffentlichungen u. a. von Eric Benjamin [2] oder Vanderkooy und Lipshitz [3]. Die niedrigsten EPDR-Werte der Cadenza liegen bei 2 Ω, und das sollte bei der Wahl des Verstärkers beachtet werden. Moderne Endstufen verhalten sich zwar in Bezug auf niedrige Impedanz unkritisch, trotzdem könnte es sein, dass bei hohen Strömen dann eine Begrenzung einsetzt.
Abb. 2: Amplitude (rot), Phase (blau) und EPDR (grau) der elektrischen Impedanz der Cadenza mit Zobel-Glied.
Die bereits genannten Zobel-Glieder werden parallel zu den Lautsprecherklemmen angeschlossen. Im Inneren der schwarzen Säulen verbirgt sich eine Schaltung mit passiven Bauteilen, die den Impedanzverlauf des Lautsprechers aus Sicht des Verstärkers verändert. Abb. 2 zeigt dazu die Messung der Impedanzkurven für Amplitude, Phase und EPDR der Cadenza mit Zobel-Glied. Auffällig sind vor allem die Veränderung oberhalb von 1 okHz, wo die Resonanzspitze bei 2,5 okHz reduziert wird und sich der Phasenverlauf von einem stark kapazitiven Anteil hin zur 0°-Achse verschiebt. Ob und wie weit sich das auf das klangliche Verhalten auswirkt, hängt vom antreibenden Verstärker ab. Ist dieser solide konzipiert und auch bei kapazitiven oder induktiven Lasten stabil, werden sich die Unterschiede, wenn überhaupt, im Kleinen abspielen.
Frequenz- und Phasengang
Auf der akustischen Seite beginnen wir mit dem Frequenzgang, gemessen auf Achse der Mittelhochtoneinheit in einer Entfernung von 4 m. Abbildung 3 zeigt den ungeglätteten Verlauf mit Angabe der Sensitivity bezogen auf 2 V/1 m, entsprechend 1 W/1 m für einen 4-Ω-Lautsprecher. Die mittlere Sensitivity von 100 Hz bis 10 okHz beträgt 83,3 dB. Darauf bezogen liegt die untere Eckfrequenz (−6 dB) bei 40 Hz. Die obere Eckfrequenz liegt außerhalb des Darstellungsbereiches jenseits der 20 okHz. Unterhalb von 40 Hz fällt das sehr tief bei 25 Hz abgestimmte Bassreflexsystem jedoch nicht mit der üblichen Steilheit von 24 dB/Okt. ab, sondern verläuft noch bis ca. 25 Hz nur mit geringem Pegelverlust, um dann noch weiter unten in den steileren Verlauf überzugehen. Zusammen mit dem umgebenden Raum resultiert daraus eine tief herabreichende, dabei aber nicht überzogene Basswiedergabe. Die Welligkeiten im Frequenzgang halten sich mit einer Größenordnung von ±3 dB für einen passiven Lautsprecher in vertretbaren Grenzen, wobei der Verlauf insgesamt einen leichten Anstieg zu den Höhen hin aufweist. Mit einem kleinen Schalter an der Box lässt sich der Frequenzgang noch geringfügig verändern. Die hellblaue und die rosafarbene Kurve in Abbildung 3 zeigen die damit einhergehende Veränderung.
Abb. 3: Frequenzgang der Cadenza mit Angabe der Sensitivity (rote Kurve) bezogen auf 1 W/1 m (= 2 V/1 m). Die mittlere Sensitivity liegt bei 83,3 dB. Der Frequenzgang (−6 dB) darauf bezogen reicht von 40 Hz bis über 20 okHz.
Zum Frequenzgang gehört neben dem Amplitudenverlauf auch ein Phasenverlauf, der sich für die Cadenza in Abbildung 4 findet. Die Darstellung reicht hier von 20 Hz bis 20 okHz, sodass die insgesamt 360° Phasendrehung durch das Hochpassverhalten des Bassreflexsystems nicht mehr komplett abgebildet werden. Die Kurve läuft unterhalb von 20 Hz wieder auf die 0°-Achse zu. Zu den höheren Frequenzen hin kommt es insgesamt zu weiteren 360° Phasendrehung durch die Hoch- und Tiefpassfunktionen bei den Übergängen zwischen den Wegen.
Abb. 4: Phasengang mit 2 x 360° Phasendrehung durch das Bassreflexgehäuse (Hochpass 4. Ordnung) und die Frequenzweichenfunktionen.
Aus der Amplitude und Phase kann mittels einer inversen FFT (Fourier-Transformation) die Impulsantwort des Lautsprechers berechnet werden, aus der sich wiederum über eine Integration die Sprungantwort (Abb. 5) bestimmen lässt. Die Flanke des Hochtöners steigt steil und sauber an, danach folgt der Mitteltöner mit dem Ausschlag nach unten, entsprechend der Phasendrehung von 180°, die so auch in Abbildung 4 zu erkennen ist. Danach folgen noch die Tieftöner und ein insgesamt gleichmäßiges Ausschwingen. Grundsätzlich sind Sprungantworten jedoch eher etwas schwierig zu interpretieren, weshalb ein Blick auf den Amplituden- und Phasenverlauf im Frequenzbereich für die meisten Anwender mehr aussagt. Trotzdem soll die Sprungantwort an dieser Stelle nicht komplett vernachlässigt werden, da hier bei entsprechender Erfahrung durchaus relevante Informationen zu finden sind.
Abb. 5: Sprungantwort der Cadenza.
Spektrogramm
Ebenfalls aus der Impulsantwort des Lautsprechers abgeleitet wird das Spektrogramm. Dazu wird ein kurzes Zeitfenster über die Impulsantwort geschoben und die daraus ermittelten Frequenzgänge über einer Zeitachse hintereinander aufgetragen. Gibt es lange nachschwingende Resonanzen, dann zeigen sich diese als auslaufende Nasen im Spektrogramm.
Abb. 6: Spektrogramm der Cadenza mit einem nahezu resonanzfreien Ausschwingverhalten.
Das Spektrogramm der Cadenza (Abb. 6) zeigt sich erwartungsgemäß nahezu perfekt, ist frei von Resonanzen. Das längere Nachschwingen unterhalb von 150 Hz entsteht durch die Phasendrehung zu den tiefen Frequenzen hin und dem damit einhergehenden Anstieg der Gruppenlaufzeit.
Directivity
Das muss sie sich gefallen lassen: Präziseste Messungen involvieren bisweilen unkonventionelle Handhabung.
Wie sich ein Lautsprecher im Raum verhält, hängt maßgeblich ab von der „Directivity“, additionally von seinem Richtverhalten. Grundsätzlich gilt, dass man in akustisch schwierigen beziehungsweise „halligen“ Räumen mit vielen reflektierenden Flächen eng abstrahlende System bevorzugen sollte, um möglichst viel Direktschall zum Hörerplatz zu bringen und dabei den Raum nicht unnötig anzuregen. Auf der anderen Seite steht der Aspekt der Bewegungsfreiheit am Hörplatz, wo sich auch außerhalb der idealen Position im Sweetspot noch keine allzu großen klanglichen Verschiebungen einstellen sollten. Beim Thema Richtverhalten ist daher keine pauschale Bewertung als intestine oder schlecht möglich, sondern nur als zur Anwendung mehr oder weniger intestine passend. In allen Fällen sollte das Richtverhalten jedoch gleichmäßig sein, d. h. sich mit der Frequenz möglichst wenig und auch nur gleichmäßig ohne Sprungstellen im Verlauf verändern. Dieser Anforderung über einen weiten Frequenzbereich nachzukommen ist für Lautsprecher naturgemäß schwierig, da das Richtverhalten abhängig ist vom Verhältnis der Wellenlänge zur Größe der Strahlerfläche und die Wellenlänge einen riesigen Bereich umfasst. So beträgt die Wellenlänge bei 50 Hz 6,88 m und bei 10 okHz nur noch 3,4 cm, was die Problematik deutlich macht.
Abb. 7: Horizontale Isobarenkurven bezogen auf die Mittelachse. Der Übergang von orange auf gelb stellt die Grenze für 6 dB Pegelabfall gegenüber der 0°-Achse dar.
Schaut man sich dazu die Isobarendiagramme der Cadenza an, dann kommt der horizontale Verlauf der Wunschvorstellung für einen breit abstrahlenden Lautsprecher schon recht nahe. Der -Öffnungswinkel bei −6 dB beträgt über einen weiten Frequenzbereich von ca. 300 Hz bis 5 okHz konstant ±90°. Oberhalb von 5 okHz beginnt der mit 30 mm Durchmesser relativ große Hochtöner verstärkt zu bündeln, sodass bei 10 okHz noch ±60° und bei 15 okHz noch ±30° abzulesen sind. Sehr gelungen ist der Übergang zwischen Mittel- und Hochtöner, bei dem es keine Sprungstelle gibt. Zu den tiefen Frequenzen hin weitet sich das Abstrahlverhalten unweigerlich auf und nähert sich dem einer Kugelquelle.
Nicht ganz so gleichmäßig verhält sich die Cadenza in der vertikalen Ebene (Abb. 8), wo es durch die Anordnung von Mittel- und Hochtöner übereinander im Bereich der Trennfrequenz, wo beide Wege arbeiten, durch die vergrößerte Strahlfläche zu einer Einengung in der Abstrahlung und zu Interferenzeffekten durch winkelabhängige Laufzeitunterschiede kommt. Speziell für die Anwendung im Heimbereich dürfte das horizontale Abstrahlverhalten jedoch wichtiger sein. Das Richtverhalten in der vertikalen Ebene ist dort vor allem für Boden- und Deckenreflexionen related.
Abb. 8: Vertikale Isobarenkurven bezogen auf die Mittelachse. Im Übernahmebereich zwischen Mittel- und Hochtöner um 1,8 okHz engt sich das Abstrahlverhalten ein.
Das Spinorama
Die Isobaren für die horizontale und vertikale Ebene können noch durch eine Spinorama-Grafik (Abb. 9) ergänzt werden. Basis des Spinorama, das auf Arbeiten von Dr. Floyd Toole in den 1980er Jahren am National Research Council of Canada zurückgeht [4], sind Frequenzgangmessungen eines Lautsprechers in reflexionsfreier Umgebung. Neben einer Referenzmessung auf der Hauptabstrahlachse, die in der Regel der Mittelachse entspricht, werden in 10°-Schritten Messungen auf einer Kreisbahn um den Lautsprecher in der horizontalen und in der vertikalen Ebene gemacht. Diese Daten fallen bei einer Isobarenmessung der beiden Ebenen ohne Mehraufwand mit an.
Die Auswertung und Darstellung der Messungen erfolgten dann für folgende Bereiche:
On-Axis
Listening Window
Early Reflections
Sound Power
Die On-Axis-Messung berücksichtigt nur den Frequenzgang auf der Hauptabstrahlachse. Der Frequenzgang des Listening Windows wird aus insgesamt neun Messungen gemittelt, die in dem Winkelbereich liegen, wo sich die Hörpositionen üblicherweise befinden. Die Early-Reflections-Mittelung berücksichtigt die Schallabstrahlung in Richtung der Flächen im Umfeld eines Lautsprechers, von denen frühe Reflexionen ausgehen könnten. Hier wird über insgesamt 26 Messungen gemittelt. Der Sound-Power-Frequenzgang entspricht dem Schallleistungspegel, den ein Lautsprecher insgesamt in den Raum abstrahlt. Die beiden unten noch eingefügten Kurven stellen die Differenz jeweils zwischen der Listening-Window-Kurve und der Sound-Power(SPDI)- bzw. Early-Reflections(ERDI)-Kurve dar.
Die Interpretation des Spinorama fällt leicht. Der Frequenzgang im Listening Window sollte dem On-Axis-Verlauf möglichst ähnlich sein, was bedeutet, dass man viel Bewegungsfreit hat, ohne dass sich der Höreindruck zu sehr ändert. Die Early-Reflections-Kurve sollte um einige dB nach unten versetzt parallel zu den beiden vorab genannten verlaufen, sodass frühe Reflexionen gleichmäßig und nicht frequenzabhängig mehr oder weniger stark auftreten. Je größer der Abstand ist, umso weniger Reflexionen treten auf. Die Sound-Power-Kurve sagt aus, wie stark der Raum und somit auch das Diffusfeld im Raum durch den Lautsprecher insgesamt angeregt wird. Je halliger ein Raum ist, umso wichtiger wird diese Kurve. Je schärfer das Abstrahlverhalten eines Lautsprechers definiert ist, umso tiefer unter der Listening-Window-Kurve liegt die Sound-Power-Kurve. Auch hier ist es wichtig, dass die Kurve möglichst parallel zu den beiden oberen verläuft und sich nicht frequenzselektiv nähert. Zu tieferen Frequenzen hin, wo das Richtverhalten eines Lautsprechers nachlässt, nähern sich alle Kurven an. Wäre der Lautsprecher eine ideale Kugelquelle, dann wären alle vier Kurven identisch und die beiden DI-Kurven durchgängig bei 0 dB.
Abb. 9: Spinorama-Grafik der Cadenza. Die obere rote Kurve zeigt den schon bekannten Frequenzgang auf Achse, die blaue Kurve den gemittelten Verlauf im typischen Winkelbereich um die Hörposition, die grüne Kurve den gemittelten Verlauf im Winkelbereich der frühen Reflexionen und die rosa Kurve den über die gesamte Hüllfläche des Lautsprechers gemittelten Verlauf.
Maximalpegel und Verzerrungen
Für die Messung von Maximalpegel und Verzerrungen bietet sich die Multitonmessung an, bei der ein aus 60 Sinussignalen mit einer Frequenz von 20 Hz bis 20 okHz und Zufallsphase zusammengesetztes Signal verwendet wird. Das Messsignal kann im Frequenzspektrum in weiten Bereichen variiert werden und kommt hier mit einer EIA-426B-Gewichtung entsprechend eines mittleren Musiksignals zum Einsatz. Der Crestfaktor (Verhältnis Spitzenwert zu Effektivwert) des Messsignals beträgt 4 bzw. 12 dB, was einem typischen Musik- oder Sprachsignal recht nahe kommt. Der Lautsprecher erfährt somit eine sehr realitätsnahe Belastung. Ausgewertet werden bei dieser Messung die harmonischen Verzerrungen (THD) und die Intermodulationsverzerrungen (IMD). Letztere entstehen z. B. dann, wenn bei einer Zweiwege-Box vom Tieftöner für die Basswiedergabe große Auslenkungen verlangt werden, bei denen die Schwingspule in den nichtlinearen Arbeitsbereich kommt, was sich dann auch in höheren Frequenzbereichen als Verzerrungen bemerkbar macht. Beides zusammen, THD und IMD, wird auch als TD (für „Total Distortions“) bezeichnet. Die Auswertung der Messung gestaltet sich einfach, indem nach einer Transformation in den Frequenzbereich die 60 Frequenzlinien des Anregungssignals entfernt werden. Der dann noch verbleibende Rest sind die Verzerrungen.
Durch diese Kontakte wurden bei den Messungen bis zu 100 Watt an 4 Ohm geschleust.
Dazu stellt sich nun die Frage, wie definiert man einen Grenzwert für diese Messung, bei dem man dann den erreichbaren Maximalpegel bestimmt. Zwei Kriterien haben sich hier eingebürgert. Zum einen ein Verzerrungsgrenzwert für die Total Distortions von maximal 10 % (−20 dB) oder ein Wert für die Signalkompression von maximal 2 dB breitbandig oder 3 dB in einzelnen Frequenzbändern. Letzteres bestimmt man, indem man die Messung bei einem geringen Signalpegel beginnt, wo sich der Lautsprecher noch eindeutig im linearen Arbeitsbereich befindet, und dann den Pegel in definierten Schritten von z. B. 1 dB erhöht. Würde sich der Lautsprecher wie ein ideales System verhalten, dann würde das gemessene Signalspektrum im Verlauf unverändert auch jeweils um 1 dB ansteigen. Genau das passiert aber nur bis zu dem Punkt, wo der Lautsprecher an seine Grenzen stößt, d. h. Signalkompression auftritt. Das Messverfahren ähnelt dem unlängst als AES 75 Standard [5] beschriebenen M-Noise-Verfahren. Die Multitonmessung erlaubt demgegenüber eine präzisere Analyse der Verzerrungskomponenten, erfordert dafür jedoch eine reflexionsarme Umgebung.
Abbildung 10 zeigt den Verlauf der Signalkompression bei der Messung der Cadenza. Die Messreihe wurde als Referenz bei einem Schalldruckegel als Leq-Mittelungspegel von 92,7 dB bezogen auf 1 m Entfernung begonnen. Der Verzerrungsanteil für diese Messung lag bei 34 dB oder 2 %. Der Effektivwert der Spannung an den Lautsprecherklemmen betrug 6,4 Veff, woraus sich auch die 92,7 dB Schalldruck in Relation zur mittleren Sensitivity von 83,3 dB bei 2 V ableiten lassen. Der Wert fällt etwas niedriger aus als die rechnerischen 93,4 dB, was sich darin begründet, dass das Testsignal oberhalb von 1 okHz, wo die Cadenza etwas lauter ist, im Pegel abfällt, was dann aber nicht so stark ins Gewicht fällt.
Steigert man jetzt den Pegel in 1-dB-Schritten, dividiert die Messung dann durch die Referenz und zieht die Pegelerhöhung in Relation zur Referenz wieder ab, kommt im Idealfall eine gerade Linie bei 0 dB heraus. Das ist jedoch nicht der Fall, wie man in Abbildung 10 intestine erkennt. Mit zunehmendem Eingangspegel tritt eine immer stärker werdende Signalkompression auf, die dann bei +10 dB zur Referenz auch den Grenzwert von maximal 2 dB Verlust (rote Kurve) erreicht.
Abb. 10: Signalkompression, gemessen mit einem Multitonsignal mit EIA-426B-Spektrum beginnend bei einem Mittelungspegel Leq von 92,7 dB. Basierend auf dieser Referenzmessung wurde der Eingangspegel in 1-dB-Schritten bis auf +10 dB gesteigert, wo die Verzerrungen den Grenzwert von -20 dB erreichen und sich die Signalkompression einem Wert von 2 dB nähert (rote Kurve). Die Grafik aus Abb. 11 wurde aus der Messung zur roten Kurve abgeleitet.
Wertet man für die letzte Messung in dieser Reihe den Verzerrungsanteil aus, dann erreicht dieser mit −20,6 dB auch seinen Grenzwert. An dieser Stelle ist dann gemäß der vorab genannten Definition nach beiden Kriterien der nutzbare Maximalpegel erreicht. Für die Cadenza bedeutet das einen maximalen Mittelungspegel Leq von 102 dB und einen Spitzenpegel Lpk von 114 dB, jeweils bezogen auf 1 m Entfernung im Freifeld. Befindet man sich in einem typischen Hörabstand von 4 m, dann sind für diese Entfernung 12 dB abzuziehen. Mit 90 dB Mittelungspegel und +3 dB im Stereo-Set sind aber auch das noch Werte, mit denen kaum jemand über längere Zeit hören möchte. Die Spannung an den Lautsprecherklemmen betrug bei der lautesten Messung 20 Veff entsprechend 100 W an 4 Ω. Um das Signal mit einem Crestfaktor von 12 dB dann noch unverzerrt zu übertragen, bedarf es eines Spitzenwertes der Spannung von 80 VS, die der Laborverstärker ohne Probleme liefert, was aber vielen Consumergeräten nicht gelingen dürfte. Generell gilt: Möchte man laut und vor allem auch mit unverzerrten Signalspitzen hören, dann empfiehlt sich ein Verstärker, der kurzzeitig eine hohe Ausgangsspannung und auch einen entsprechend hohen Ausgangsstrom zu liefern in der Lage ist, ohne dass eine wie auch immer geartete Begrenzung auftritt.
Abb. 11: Messung der Gesamtverzerrungen (Harmonische und Intermodulation, blau) mit einem Multitonsignal mit EIA-426B-Spektrum (grün) und 12 dB Crestfaktor für maximal 2 dB Signalkompression oder maximal 20 dB Verzerrungen. Auf 1 m im Freifeld bezogen wird dabei ein Pegel von 102 dB als Leq (rot) und von 114 dB als Lpk erreicht.
Ein anderer interessanter Aspekt zeigt sich noch in Abb. 10, wo oberhalb von 10 Hz die Signalkompression mit zunehmendem Pegel intestine zu erkennen ist, jedoch unterhalb von 100 Hz ein gegenteiliger Effekt auftritt und es sogar lauter wird. Eine mögliche Erklärung dafür könnte sein, dass die Tieftöner bei hohen Signalpegeln und großen Auslenkungen ihre Thiele-Small-Parameter verändern und sich dadurch die Abstimmung der Bassreflexbox verschiebt und zu einer Veränderung im Frequenzgang führt. In Abbildung 11 zeigt sich dieser Effekt ebenfalls, wo sich gegenüber dem Frequenzgang der Box aus Abbildung 3 eine Überhöhung bei 70 Hz ausbildet.
Fazit Messwerte
Die AudiaZ Cadenza wurde im Messlabor nach allen heute üblichen Verfahren zur Messung von Lautsprechern auf Herz und Nieren geprüft. Für eine finale Bewertung sollten abschließend alle gemessenen Eigenschaften – vom Frequenzgang über das Richtverhalten bis hin zu den Verzerrungswerten – betrachtet werden, da es nur dann zu einem insgesamt guten Ergebnis kommen kann, wenn alle Eigenschaften eines Lautsprechers hinreichend intestine oder für die jeweilige Anwendung passend sind.
Betrachten wir unter diesen Aspekten die Cadenza, dann sehen wir einen ausgeglichenen und sehr weit ausdehnten Frequenzgang mit einer leichten Tendenz zur Betonung der Höhen oberhalb von 1 okHz, einen gleichmäßig verlaufenden Phasengang sowie ein perfektes, nahezu resonanzfreies Spektrogramm. Das Abstrahlverhalten in der wichtigen horizontalen Ebene ist vorbildlich gleichmäßig und vertikal prinzipbedingt etwas unruhiger. Für einen typischen Abhörpegel von 80 dB (A) in 4 m Entfernung bleiben die Verzerrungen als Gesamtwert unterhalb von 2 % und damit für den Lautsprecher in einem guten Bereich. Möchte man es richtig laut, dann kann die Cadenza auch das mit Spitzenpegeln von bis zu 102 dB in 4 m Entfernung, vorausgesetzt, man nutzt einen entsprechend leistungsfähigen Verstärker.
Bildergalerie
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Kurzer Hörtest
Ein kurzer Hörtest der Cadenza fand im großen reflexionsarmen Raum des Messlabors statt. Der Raum entspricht zwar nicht einer üblichen Abhörumgebung, verhält sich dafür aber absolut impartial, und er hat schon viele Hörtest erlebt, sodass für den erfahrenen Hörer ein guter Vergleich mit anderen Lautsprechern unter exakt reproduzierbaren Bedingungen möglich ist. Die Abhörentfernung lag in diesem Fall bei ca. 3 m, wobei sowohl die Lautsprecher wie auch der Hörplatz in jeder Richtung hinreichend weit von den Wänden entfernt waren. Angesteuert wurden die Cadenza von einer Stage-Accompany-ES40-Endstufe in Class-G-Schaltungstechnik, die wiederum ihr Signal direkt aus einem PC mit RME-Multiface als Soundkarte erhielt.
Der Höreindruck bestätigte weitgehend die Messergebnisse. Die Cadenza lieferte sehr tiefe und bei Bedarf auch hinreichend laute Bässe, stellte sich insgesamt als analytisch dar und hatte auch mit hohen Signalpegeln keine größeren Probleme. Letzteres hatte schon manch eine HiFi-Box im reflexionsarmen Raum ohne Unterstützung durch die Reflexionen und das Diffusfeld eines umgebenden Raumes schwer in Bedrängnis gebracht, nicht jedoch die Cadenza im Zusammenspiel mit der ES40-Endstufe. Wenn es einen Grund zu Kritik gab, dann conflict es die leicht überzogene Hochtonwiedergabe, die sich in der einen oder anderen Passage der typischen Samples für Hörtests doch etwas zu sehr in den Vordergrund spielte. Verfügt die genutzte Elektronik über einen EQ mit frei definierbaren Filtern, dann lässt sich die Überhöhung mit einem einfachen Bell-Filter bei 4 okHz mit −3 dB Gain und einer Güte von 0,4 leicht kompensieren.
EIN GRUSS AUS DEM FIDELITY-HÖRRAUM
Natürlich haben wir die Cadenza nicht nur auf dem Messtisch unter die Lupe genommen. Ergänzend zu den Analysen im Labor spielte sie für mehrere Wochen im Hörraum.
Dabei fiel uns immer wieder der (auch messtechnisch nachvollziehbare) betont offene Charakter des schönen Standlautsprechers auf. Präsente Höhen sind zunächst einmal Geschmackssache. Im Fall der Cadenza geht die Rechnung allerdings hervorragend auf: Sie besitzt die erforderliche Bandbreite und kontert ihre unglaubliche Transparenz mit einem – im besten Sinn des Wortes – autoritären Fundament. Das sorgt für ein dickes Plus an Flexibilität: Wie bei Tests solcher Boxen üblich, richteten wir die Lautsprecher direkt auf den Hörplatz aus. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten hatte sie zu jeder Seite mindestens einen Meter Wandabstand. Die etwas dunkle Aufnahme von Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2 (Stokowski) projizierte sie überaus durchsichtig und detailverliebt in den Raum. Wir konnten jede Nuance der mit Schmelz und Emotion eingespielten Streicherteppiche nachvollziehen. Auch räumlich staffelten die Lautsprecher die Aufnahme herrlich in die Tiefe und Breite unseres Hörraums. Ähnlich genial wirkte die Performance von Otis Reddings „(Sittin’ On) The Dock Of The Bay“ (The Dock Of The Bay). Die Cadenza verlieh der warmen, tonal relativ dunklen Aufnahme eine herrliche Stimmpräsenz und erfüllte Bass und Percussions mit dem erforderlichen „Swing“.
Ganz anders sah die Angelegenheit bei „moderneren Produktionen“ aus. Verzeihen Sie den Anachronismus, gemeint ist damit alles nach Erfindung der Loudness-Taste: Vor allem Kost aus den Achtzigern konnte uns nicht wirklich überzeugen. „Head Over Heels“ etwa von den Tears for Fears (Songs From The Big Chair) besitzt jenen bissigen Charakter, den wir den damals verbreiteten Studiomonitoren sowie den angepeilten Wiedergabegeräten verdanken: Auto- und Kompaktradios. Beide verleiteten die Produzenten dazu, nicht zu knapp am Bass- und Höhenregler zu schrauben. Vor allem in den oberen Mitten neigte die Cadenza dazu, Stimmen, Gitarren und die glasigen Texturen des Pianos zu einem schneidenden Einerlei zu vermischen. Sie können die Tears for Fears übrigens gegen nahezu jede andere Pop-Band aus dieser Epoche ersetzen, und auch die AudiaZ trifft keine Schuld: Sie offenbaren einfach gnadenlos, was auf der Aufnahme zu hören ist.
Um den Biss zu entschärfen, winkelten wir die Cadenza schrittweise vom Hörplatz weg, Zentimeter um Zentimeter, bis sie beinahe gerade in den Raum ausgerichtet waren. Das zügelte die Höhen und verlieh der Wiedergabe einen samtigen Charme, mit dem wir das Problem weitestgehend in den Griff bekamen. Je nach Bedarf kann man die Klangwaage weiter in Richtung des Basses kippen, indem man den Wandabstand etwas verringert. Wir haben das ausprobiert, rückten die Lautsprecher aber schnell wieder in ihre Ausgangsposition zurück, weil uns der nun kräftigere Bass zu viel von der hervorragenden Straffheit und Präzision in den tiefsten Lagen nahm. Die gerade Ausrichtung brachte nicht nur Samt und Farbe ins Spielt, sie verbreiterte auch die Bühnenabbildung – bei gleichzeitig minimalem Präzisionsverlust. Tatsächlich bildet die Cadenza Stimmen und Instrumente greifbar, plastisch und vor allem mit glaubhaften Größendimensionen ab. Diese Fähigkeit schwindet minimal, wenn man die Hoch- und Mitteltöner vom Hörplatz wegwinkelt.
Man muss sich aber nicht zwangsläufig mit einem der beiden „Kompromisse“ abfinden. Aufgrund ihrer Bauform ist das schnelle Einwinkeln der Boxen ein Kinderspiel: Da die AudiaZ-Standbox mit einer Ecke nach vorn zeigt, kann man sie einfach von hinten anlupfen und über den vorderen Fuß verdrehen. Das erfordert weder Kraft noch sonderliches Geschick. Man muss lediglich das Zielen üben, da es nicht ganz einfach ist, den Hörplatz (oder entsprechende Punkte daneben) mit dem eigenwillig geformten Lautsprecher anzupeilen.
Natürlich haben wir uns auch mit den jeweils dreistufigen Frequenz- und Impedanzanpassungen am Rücken der Lautsprecher und an den Zobel-Gliedern befasst. Hier müssen wir allerdings mit den Schultern zucken, da beide Optionen keine beziehungsweise zu homöopathische Änderungen bewirkten. Die Cadenza harmonierte einfach herausragend mit unserer kraftvollen Endstufe (Luxman M10X) und dem Hörraum. Unter anderen Umständen könnten beide Funktionen hingegen das Zünglein an der Waage sein.
Das Messlabor
Alle Messungen werden mit dem PC-basierten Messsystem „WinMF“ mit einer Auflösung von 1 Hz oder kleiner bei einer Abtastrate von 48 oder 96 okHz durchgeführt. Als Messmikrofon wird eine G.R.A.S.-Kondensatorkapsel vom Typ 46BF mit ¼” Durchmesser eingesetzt. Zusammen mit einer Kompensationsdatei erlaubt diese Kombination präzise Messungen bis 40 okHz. Verstärkt werden die Signale des Messmikrofons mit einem Messverstärker B&Ok 2610, bevor sie von einem hochpräzisen 24-bit/96-kHz-Messfrontend für die Messsoftware zugänglich gemacht werden. Auf der Ausgangsseite stehen zwei kleine 20-W-Messverstärker für die Standardmessung zur Verfügung. Wenn es einmal ernst wird und Bedarf nach viel Leistung besteht, kommen eine Crown Reference I oder eine Stage Accompany ES40 als Endstufen zum Einsatz.
Der Messraum ist als reflexionsarmer Halbraum mit einem absolut schallharten Boden aufgebaut und ermöglicht Freifeldbedingungen ab ca. 100 Hz aufwärts. Messungen für den Frequenzbereich unterhalb von 100 Hz werden als Nahfeldmessungen direkt vor den Quellen durchgeführt und später in der Software mit der Fernfeldmessung kombiniert. Die Messentfernung sollte einer typischen Hördistanz entsprechen und kann maximal acht Meter betragen. Kleine Lautsprecher werden meist in 2 m, größere in 4 oder 8 m Entfernung gemessen.
Technische Daten
Lautsprecher AudiaZ Cadenza
Konzept: 3-Wege-Bassreflex-Standlautsprecher
Bestückung: 2 x 173-mm-Keramikmembran (Bass), 100-mm-Keramikmembran (Mittelton), 30-mm-Keramik- oder 30-mm-Diamantmembran (Hochton)
Anschlüsse: WBT-Polklemmen 0702 oder wahlweise 0710Ag
Ausführungen: Pearlgloss Black, Pearlgloss White, Golden Ebony Highgloss
Maße (B/H/T): 24/112/24 cm
Gewicht: 36 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Paarpreis: ab 28000 €
Kontakt
Chiemsee Hifi
Dr. Helmuth Weber
Niederdonauweg 10
83024 Rosenheim
Telefon +49 8031 33738, +49 173 5744836 [email protected]
Die exklusive DALI Kore ist auf großer Deutschlandtournee und wird nicht lang genug für einen umfassenden Test in der Redaktion bleiben. Wir wollten Ihnen unsere Eindrücke von der Superbox trotzdem nicht vorenthalten.
In aller Kürze: DALIs Kore ist ein ausgewogener, detailversessener Superlautsprecher, der sich traut, die Ärmel hochzukrempeln und Spaß zu machen – nur der Pegelsteller setzt die Grenzen.
Wie viele Freunde würden Sie als bereitwillige Helfer vorladen, wenn Sie eine Lieferung Lautsprecher zu je 160 Kilogramm erwarten? Drei, fünf, acht? Wir möchten Ihnen die Geselligkeit nicht vermiesen: Laden Sie Leute ein, trinken Sie Wein, tauschen Sie Neuigkeiten aus und haben Sie Spaß! Zum Auspacken der wuchtigen DALI Kore werden Sie die Besucher allerdings nicht brauchen. Die dänischen Statements werden auf leichtgängigen Rollen geliefert, die Stirnseite der Verpackung ist als passgenaue Rampe ausgelegt, über die ich die Kolosse (wenn auch mit mulmigem Gefühl) ganz allein Richtung Hörraum kullerte – kaum eine Stunde nach ihrem Eintreffen standen die Skulpturen in Startposition und vermittelten uns einen ersten Klangeindruck.
Aber der Reihe nach … Über die dänische Manufaktur muss ich nicht viel erzählen. Sucht man nach einem roten Faden im Schaffen der HiFi-Spezialisten, wären das meiner Meinung nach ein Hang zum geradezu detailvernarrten Hochton sowie mitreißende Musikalität. Ich könnte in diesem Kontext zu einer Ausführung über Timing und Bedeutung phasenrichtiger Frequenzweichen ausholen, begnüge mich aber mit der Abkürzung: Sitzt bei DALI! Diese Rezeptur ist anmachend wie vielseitig, denn die Boxen der Skandinavier können alles: Im einen Moment sezieren sie eine Aufnahme geschmeidig und unvergleichlich samtig bis ins Detail, im nächsten laden sie zum Abrocken ein. Allerdings leiden die Dänen unter dem Fluch ihrer Beständigkeit. Die Produkte sind in der Regel derart ausgefeilt, dass sich lange Lebenszyklen aufzwingen. Eigentümer einer Epicon oder Rubicon freut’s, denn es dauert ewig, bis ihnen jemand erzählt, es gebe nun eine verbesserte Variante ihrer Lieblinge. Fürs Marketing ist das weniger schön, da es zunehmend stiller um die laufenden Produktreihen wird.
Hier kommt Kore ins Spiel. Sie ist eine Botschafterin, die neue Technologien wie den überirdisch feinsinnigen Neo-Okay-Hybrid-Tweeter einführt, Fertigungsstandards definiert und für maximale Aufmerksamkeit sorgen soll. Letzteres fällt der gewichtigen Dänin leicht. Selbst in unserem großen Hörraum (42 m2) wirkte sie titanisch. Statt der momentan angesagten Aufreihung vieler mittelgroßer Treiber setzten ihre Entwickler auf lediglich zwei 30-Zentimeter-Bässe voller Superlative: Die Magnetringe hinter den versteiften SMC-Membranen nehmen beinahe den gesamten Durchmesser der Treiber ein, die zugehörigen Spulenträger sind derart lang, dass sie zwei Zentrierringe erfordern. Solche Kraftpakete benötigen Raum. Mit über 50 Zentimeter Breite wirken die Boxen alles andere als dezent – und das sollen sie wohl auch nicht sein. Ihre bullige Erscheinung, das vorzügliche Furnier, ausladende 35-Kilo-Metallfüße mit fetten Spikes sowie goldene Intarsien um die völlig neu aufgebauten Mittel- und Hochtöner schreien geradezu: „Platz da, hier komme ich!“
Das Gehäuse der Superboxen ist derart massiv und steif, dass man es bei gehobenen Pegeln als „tot“ betrachten kann, was den unteren Oktaven herrliche Straffheit verleiht. Gestützt wird die monumentale Basswiedergabe durch zwei Reflexrohre, die mit deutlicher Krümmung tief ins Innere des 144-Liter-Volumens ragen und durch schalldämmende „Kühlrippen“ am Gehäuserücken völlig geräuschfrei ausströmen. Einen knappen halben Meter unterhalb dieser Ports liegt das deftigste Bi-Wiring-Terminal, das wir bisher gesehen haben: Die riesigen Vollmetall-Anschlüsse lassen sich so fest andrehen, dass man aufpassen muss, seine kostbaren Gabelschuhe nicht zu zerdrücken. Auch Bananenhülsen werden festgezurrt, bei Hohlbananen sollte man Vorsicht walten lassen. Neben den feinjustierbaren Spikes fiel uns auf, dass die Schallwand der Lautsprecher sanft gekrümmt ist, sodass alle fünf Treiber einen gemeinsamen Mittelpunkt anpeilen – ein Detail, das man auf Abbildungen der Kore leicht übersieht. Muss ich erwähnen, dass die Dänen von den Treibern über Weichenbauteile bis hin zu den aufwendig beruhigten Gehäusen praktisch alle Bauteile exklusiv für ihre neuen Flaggschiffe entwickelten und anfertigen lassen? Ich hoffe nicht …
Aber genug gefaselt! Da wir nur wenig Zeit mit DALIs neuem Statement hatten, schlossen wir uns nach einer kurzen Warmlaufphase mit den Kolossen im Hörraum ein. Dabei zeigte sich schnell, dass die Kore den Charakter des Herstellers transportiert, aufgrund ihres riesigen Volumens und der schier grenzenlosen Belastbarkeit aber deutlich kompromissloser zur Sache geht als ihre kleinen Geschwister. Die Bühne gehörte Leonhard Cohens „You Want It Darker“. Schon das kurze Intro erzeugte eine Gänsehaut. Bei mittlerem Pegel umhüllte uns der begleitende Chor, wickelte uns vollständig in eine wohlige Klangwolke. Augenblicke später knarzten die ersten rabenschwarzen Töne des markanten Basslaufs zwischen den Lautsprechern. Obwohl wir zunächst dezent vorgingen, waren die abgrundtiefen Kelleroktaven körperlich fühlbar. Schließlich schob sich die Stimme des Musikpoeten vor die übrigen Klangelemente. Knochentrocken und mit unglaublicher Größe zeichnete die Kore Cohens Stimme in den Hörraum. Die Erfahrung ist derart direkt und unmittelbar, dass man sie eigentlich nur mit einem Kopfhörer vergleichen kann. Keine Frage: Die Kore verlangt nach Auslauf, Raum und Bühne – unser Hörraum, der uns knapp 3,5 Meter Hörabstand erlaubt, ist das untere Ende der Fahnenstange.
Die Lust struggle geweckt. Ich wechselte zu Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 2 (Stokowski, Rhapsodies) und drehte den Pegel von Luxmans CL-1000 höher. Augenblicke später zauberte die Kore emotional dichte, sämige Streicherteppiche in Breite und Tiefe des Raums, die kurzen Fanfaren der Bläser pressten mich für Sekundenbruchteile ins Sofa. An Luxmans kraftvoller M-10X (2 x 300 Watt) vermittelt die Box in solchen Momenten eine Energie und Power, dass man die Fäuste ballen möchte. Nicht minder beeindruckend gelingt der Dänin kurz darauf der Übergang zum Hauptteil der Rhapsodie: Die Töne werden lang gehalten, Ruhe kehrt ein. Die DALI nutzte den Übergang, um uns zu demonstrieren, wie lebensnah, groß und nuanciert bei den Aufnahmen 1961 die Atmosphäre des Konzertsaals eingefangen wurde.
Bildergalerie
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Ich legte noch eine Schippe drauf und spielte „Insomnia“ von Faithless bei einer Lautstärke, von der auch die Nachbarn etwas hatten. Nun offenbarte die Kore Qualitäten einer ausgewachsenen Spaßbox. Mit unglaublicher Wucht pressten ihre Basstreiber die Schläge von Rolands TR-808 in den Raum, blieben dabei zu jedem Zeitpunkt kontrolliert und stressfrei. Das exzellente Hochton-Duo verlor derweil nichts an Präsenz und lieferte genau das richtige Maß an Gegengewicht. Für mich fühlte es sich an, als hätte ich die Loudness-Taste am Vorverstärker gedrückt. Vom betörenden Spiel der übrigen Treiber ungerührt, zeichnete der Mitteltöner die schlaflose Stimme von Maxi Jazz in den Raum.
Nachdem wir das geklärt hatten, erkundete ich noch das entgegengesetzte Ende der Pegel-Skala, spielte Airs „Talisman“ (Moon Safari) so leise, dass ich gerade noch Details vernehmen konnte. Und auch das gelang den feingeistigen Riesen mit Leichtigkeit. Sauber und ohne Verlust von Volumen trennten die Lautsprecher das E-Piano vom dunklen E-Bass, wahrten die Plastizität der Aufnahme, während die Hallfahnen ins Endlose verhallten.
Keine Frage: Die DALI Kore leistet in nahezu jeder Disziplin exzellente Arbeit und wird ihrem Rang als Superbox mehr als gerecht. Schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Andererseits: Mehr als ein paar Augenblicke benötigt man nicht, um zu erkennen, was für ein Statement man hier vor sich hat.
Info
Lautsprecher DALI Kore
Konzept: 3,5-Wege-Standlautsprecher mit Bassreflexgehäuse
Bestückung: 2 x 30-cm-Tieftöner (SMC), 1 x 18-cm-Mitteltöner (SMC), 1 x 35-mm-Tweeter (Seidenkalotte), 1 x Superhochton-Bändchen (10 x 55 mm)
Übergangsfrequenzen: 390/2100/12 000 Hz
Bandbreite (±3 dB): 26 Hz bis 34 okHz
Empfindlichkeit (2,83 V/1 m): 88 dB
Impedanz: 4 Ω
Maximalpegel: 118 dB
Empfohlene Verstärkerleistung: 50 W bis 1500 W
Gewicht: 165 kg
Maße (B/H/T): 50/171/67 cm
Garantiezeit: 5 Jahre
Paarpreis: um 80 000 €
Kontakt
DALI Deutschland
Berliner Ring 89
64625 Bensheim
Telefon +49 6251 8079010 [email protected]
Gleich zwei neue Lautsprechermodelle sind ab sofort aus dem Hause Vienna Acoustics erhältlich. Der österreichische Hersteller hat die Modelle Haydn und Liszt komplett überarbeitet. Entstanden ist daraus die “Haydn SE Singnature” und die “Liszt Reference”.
Vienna Acoustics Haydn SE Signature
Mit der Signature Serie stellt Vienna Acousitcs eine neue Ausführung des Kompaktlautsprechers Haydn SE vor. Die Haydn SE Signature ist ausgestattet mit dem patentierten Spidercone X3P Woofer, der durch die spezielle Anordnung der Versteifungsstege eine bessere Kontrolle und mehr Leistung liefert. Die Membran des X3P, bestehend aus drei verschiedenen Polymeren, sorgt für ein großes Frequenzspektrum mit hohem Detailreichtum und Basskontrolle.
Als Hochtöner kommt die handbeschichtete Seidenhochtonkalotte zum Einsatz, die auch in der Beethoven Concert Grand Reference verwendet wird. Selbst feinste Nuancen werden natürlich wiedergegeben. Das Frequenzspektrum reich dabei mitunter bis in den Mitteltonbereich.
Die Frequenzweiche besitzt einen linearen Schaltungsaufbau. Hochwertige Bauteile sorgen für eine präzise Wiedergabe und eine hohe Auflösung. Unerwünschte Störgeräusche und Verzerrungen werden eliminiert. Wie bei allen Lautsprechern von Vienna Acoustics, wurde auch bei der Haydn SE Signature größte Sorgfalt auf die Verarbeitung des Gehäuses gelegt. So kommen bei den Ausführungen Kirsche und Rosenholz nur exklusive Echtholzfuniere zum Einsatz. Wahlweise ist die Haydn auch in echtem Klavierlack Schwarz oder Weiß erhältlich.
Vienna Acoustics Standlautsprecher Liszt Reference
Franz Liszt, der wahrscheinlich technisch fortschrittlichste Pianist seiner Zeit, conflict bekannt für seine erstaunlichen Improvisationen und seine innovativen neuen Form von Musik. Wie der Namensvetter ist die neue Liszt Reference ein Wunderwerk technischer Kontrolle – die Entwicklung von Vienna Acoustics setzt Maßstäbe in Klang und Design.
Oben und Unten Die Liszt Reference verfügt über ein Topteil, das im Prinzip ein völlig unabhängiges Modul ist und es dem Hörer ermöglicht, das Musikzentrum besser zu kontrollieren und zu positionieren. Um zu verhindern, dass sich Vibrationen and das Topteil übertragen, ist dieses aus einem hochwertigen Drehmechanismus aus Aluminium montiert. Der Vorteil von diesem Aufbau besteht darin, dass das Musikzentrum optimum auf die Hörposition ausgerichtet werden kann und vollständig vom Bassgehäuse getrennt ist.
Das Herzstück des Topteils ist aber eine völlig neue Version des patentierten 15cm Flachmembran-Spidercone-Treibers. Die „Baugruppe“ verbindet einen Flat-Spidercone-Mitteltöner mit einem bemerkenswerten Hochtöner, der ähnlich wie ein Ringstrahler aufgebaut ist.
Während dieser Bereich für Mittel- und Hochton verantwortlich ist, arbeiten in der Basskammer drei 7 Zoll X4P Flachmembran-Spidercone-Treiber mit eingelassener Gewebe-Mittelmembran Das Bassgehäuse, in dem die Treiber untergrbacht sind, wird mit sieben Verstrebungen stabilisiert und ist in 2 Kammern nochmals unterteilt. Eine Kammer ist mit den zwei unteren Treibern bestückt, die die tiefen Frequenzen generieren. Die andere Kammer ist mit dem oberen Treiber bestückt, der für den idealen Übergang zum Mitteltonbereich zuständig ist.
Die Vienna Acoustics Komposit-Membran
Die flache Oberfläche der Spidercone-Membran bietet den Vorteil einer präzisen und kolbenähnlichen Bewegung. Das Diaphragma bewegt sich als Einheit auf und ab, „zitternde“ Bewegungen, die unkontrollierte Vibrationen verursachen, entstehen nicht. Die Flachmembran, bestehend aus einer Glasfasermischung, ist durch die Verstrebungen extrem steif und trotzdem leicht. Die Verstrebungen auf der Rückseite der Membran sind so konstruiert, dass die gesamte Impulsenergie gleichmäßig verteilt wird. Da die Membran-Konstruktion auf einer sehr großen Schwingspule aufbaut, ist die die Abstrahlungsfläche in der Mitte sehr groß und damit ein wichtiger klangbestimmender Faktor.
Der neu entwickelte Hochtöner ist eine „Coaxial“-Adaption des Super-Hochtöners, wie er im Flaggschiff „The Music“ verwendet wird. Die Änderung in einen Coaxial-Hochtöner bringt erhebliche klangliche Vorteile. Das Resultat – eine unheimliche Präzision und Räumlickeit, während die Ringradiator-Konstruktion eine atemberaubende Auflösung bietet und trotzdem die Natürlichkeit bewahrt.
Gehäuse Von außen nicht sichtbar – die innere Struktur mit den Verstrebungen und den einzelnen Kammern für jedes Chassis. Was aber sofort auffällt, sind die handverlesen Furniere, die zum Einsatz kommen, sowie die hochwertige Klavierlack-Lackierung.
Wie alle Modelle von Vienna Acoustics wird auch die Liszt Reference in sorgfältiger Handarbeit in Wien gefertigt. Verfügbar ist die Liszt Reference in den Ausführungen Klavierlack Schwarz, Klavierlach Weiß, Kirsche und Rosenholz.
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Technische Daten
Nenn-Impedanz: 4 Ohm
Übertragungsbereich: 28 Hz – 35 okayHz
Wirkungsgrad: 91 dB
Empfohlene Verstärkerleistung: 50 – 400 Watt
Coaxial Chassis: ¾“ Ringstrahler kombiniert mit einem 6“ Spidercone-Mitteltonchassis
Tieftöner: 3 x 7“ Spidercone-Basschassis
Basssystem: Bassreflex
Frequenzweiche: 3-Wege 6 dB / 12 dB
Gewicht: 49 kg
Abmessungen (B x H x D) 295 x 1210 x 435 mm (inkl. Standfuss)
Die neue Børresen X3 ist ein Lautsprecher mit allen charakteristischen Børresen-Merkmalen, der eine Revolution in Qualität, Leistung und Preis darstellt. Er markiert den neuen Einstieg in das Børresen-Lautsprecheruniversum.
Die Philosophie von Børresen Acoustics ist es, den Menschen die Musik näher zu bringen, indem sie Zugang zu großartigen, authentischen und emotionalen Musikerlebnissen schaffen. Børresen ist der Meinung, dass jeder Mensch diese Art von wunderbaren Momenten verdient hat. Genau aus diesem Grund hat Børresen Acoustics einen neuen Einsteigerlautsprecher zu einem erschwinglichen Preis entwickelt, der das Børresen-Lautsprecheruniversum für noch mehr Menschen zugänglich macht. Die Børresen X3 wurde auf dem soliden Fundament der Entwicklungstraditionen, der Designphilosophie und des technologischen Know-hows von Børresen Acoustics entwickelt.
Die größte Herausforderung für das Børresen-Entwicklungsteam bestand darin, einen Børresen-Einstiegslautsprecher zu schaffen, der erschwinglicher ist, aber dennoch die typische Børresen-DNA und den Qualitätsstandard aufweist. Zu diesem Zweck mussten sie herausfinden, welche Technologien und Komponenten aus bestehenden Lautsprechermodellen den größten Einfluss auf die Klangleistung haben und gleichzeitig die bekannten Børresen-Qualitäten garantieren würden. Die nächste Aufgabe bestand dann darin, herauszufinden, wie man einen solchen Lautsprecher kostengünstiger gestalten kann.
Das Ergebnis dieses Entwicklungs- und Konstruktionsprozesses ist ein hochwertiger Lautsprecher mit allen hervorragenden akustischen Eigenschaften der Børresen M-, 0- und Z-Serie. Der Børresen X3-Lautsprecher ist nicht nur ein neuer Einstiegslautsprecher in das Børresen-Universum, sondern stellt auch eine echte Revolution in Qualität und Leistung in seiner Preisklasse dar.
X-series Membran
Um die typischen Børresen-Eigenschaften im X3-Lautsprecher zu gewährleisten, konnten Michael Børresen und sein Team von Designern und Ingenieuren auf den Entwicklungsprozess und die Technologie der neu entwickelten Børresen M1-Membran zurückgreifen – Børresens bisher ehrgeizigstes Lautsprecherprojekt.
Diese Membran wurde entwickelt, um maximale Steifigkeit bei minimaler Geräuschentwicklung zu erreichen. Die technologischen Anforderungen für diese konkurrenzlose High-End-Membranleistung machten es erforderlich, alle Komponenten im eigenen Haus zu entwerfen, zu entwickeln und zu montieren. Michael Børresen und sein Team entwarfen viele verschiedene Varianten und Modelle, bis sie schließlich ihr kompromissloses Ziel einer ultimativen Membranleistung für eine noch nie dagewesene Klangqualität erreichten. Das Ergebnis ist die X3-Membran, die aus drei Häuten besteht, die zu einer einzigen Einheit laminiert sind: zwei Schichten aus gespreizter Kohlefaser mit einer Schicht aus Aramidwaben-Abstandshaltern dazwischen.
Die Kombination dieser Materialien verleiht dieser Membran ihre einzigartigen Eigenschaften. Das spezielle Kohlefasermaterial wurde entwickelt, um eine Oberfläche mit optimaler Steifigkeit zu erhalten. Diese einzigartige Eigenschaft der Membran reduziert schallstörende Vibrationen und Resonanzen auf ein bisher nicht gekanntes Maß. Die Aramid-Wabenstruktur bietet auch das beste Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht in vertikaler Richtung.
Eine Membran mit einem flachen Resonanzverhalten ebnete den Weg zur Entwicklung eines sehr transparenten Lautsprechers. Dabei konnten die Entwickler die Größe des Magnetsystems verringern und so die Bauteilekosten optimieren.
Das Magnetsystem
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Beim X3-Magnetsystem verwendet Børresen doppelte Kupferkappen an den Polringen, um einen hohen Fluss und eine niedrige Induktivität zu erreichen. Die Verwendung von Kupferkappen wurde von der Børresen Z-Serie übernommen. Kupfer reagiert auf Flussänderungen – je besser die Gegenwirkung dieser Kupferringe, desto flacher die Induktivitätskurve und desto geringer die elektromagnetische Resonanz. Darüber hinaus bedeutet eine geringere Induktivität auch weniger Spitzen in der Impedanzkurve. Beides führt zu einer geringeren Belastung des Verstärkers. Um einen hohen Wirkungsgrad zu gewährleisten, hat der X3 zwei Polringe. Dadurch geht etwas Fluss verloren, was den Wirkungsgrad verringert, was aber durch einen größeren Magneten kompensiert wird.
Der Hochtöner
Der Hochtöner, der für die Børresen X3 gewählt wurde, hat das gleiche Design, das auch in allen anderen Børresen-Lautsprecherserien verwendet wird. Allerdings wurde die Magnet- und Eisenmasse reduziert. Dies ist durch den extrem hohen Wirkungsgrad des ursprünglichen Hochtöners möglich. Infolgedessen ist der Wirkungsgrad nur geringfügig von den außergewöhnlichen 94 dB auf 88 dB gesunken, was aber immer noch ein erstaunlicher Wirkungsgrad für einen Hochtöner ist.
Der Hochtöner arbeitet ab etwa 2,5 kHz aufwärts. Die bewegte Masse ist mit 0,01 Gramm extrem gering. Der vollständig verdeckte Hochtöner kann mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit arbeiten. Die hohe Robustheit dieses Hochtöners erlaubt es ihm, sehr hohe Transienten zu verarbeiten, ohne ohrenbetäubende Einbrüche zu verursachen.
Frequenzweiche
Die Børresen X3 ist mit einer parallelen Frequenzweiche ausgestattet, die mit denselben hochwertigen Bauteilen aus der Z-Serie aufgebaut ist. Dies sorgt für eine mechanisch sehr stabile Frequenzweiche, die ihre Eigenresonanz minimiert.
Das Gehäuse
Die Oberfläche des Gehäuses ist in schwarzem oder weißem Klavierlack ausgeführt und mit optischen Kohlefasereinsätzen verstärkt. Das Gehäuse ist aus einem stark verstrebten Holzverbundwerkstoff gefertigt, der die Eigenschaft hat, Klangverzerrungen zu eliminieren. Das für das Gehäuse verwendete Material reduziert auch mechanische Einflüsse, insbesondere die Hysterese. Das klangliche Ergebnis ist deutlich hörbar. Das Gehäuse der Børresen X3 hat sechs Bassreflexöffnungen. Der Hochtöner ist belüftet, um den sich aufbauenden Luftdruck zu kompensieren. Die Basssektion besteht aus abgestimmten Öffnungen, die für musikalisch relevante Frequenzen kalibriert sind.
Besuchen Sie die Børresen-Website, um einen Händler in Ihrer Nähe zu finden, wenden Sie sich an Ihren Händler, oder kontaktieren Sie Børresen Acoustics unter gross [email protected], um einen persönlichen Hörtermin zu vereinbaren.
Der Lautsprecherhersteller INKLANG präsentiert mit den Modellen AYERS One bis Five Wireless fünf Modelle mit aktivem Antrieb und kabelloser Signalübertragung.
Das Customizing-Konzept der Hamburger erstreckt sich damit nicht mehr nur auf das Erscheinungsbild, sondern auch auf die Wahl der Antriebstechnologie. Neben der passiven Variante hat der Musikliebhaber ab sofort die Option der aktivierten Wireless-Variante. Der Streaming Soundhub HD 10 Stream Connect versorgt die aktivierten Lautsprecher kabellos und hochauflösend mit digitalen Musiksignalen. Angetrieben werden die Schallwandler mit bis zu vier DDFA-Endstufen professional Lautsprecher und einer DSP-Filterung der Treiber. Je nach Modell steht eine Systemleistung von jeweils bis zu 500 Watt zur Verfügung.
Customizing seit 2014
Der 2014 gegründete Hersteller INKLANG hat sich mit seinem Customizing-Konzept und der Qualität seiner Schallwandler einen Namen im Markt gemacht. Bezog sich die individuelle Gestaltbarkeit bisher auf elegante Farben, Glanzgrade, unterschiedliche Metallapplikationen und various various Stoffabdeckungen, bietet der Hersteller nun auch eine Wahlfreiheit bei der Antriebstechnologie. Die fünf Modelle AYERS One bis Five lassen sich nunmehr aktivieren und wi-fi betreiben. Schaltzentrale für den kabellosen Musikgenuss ist der in Hamburg gefertigte Streaming-Soundhub HD 10 Stream Connect. Er kommt in einem gefrästen und sandgestrahlten Aluminium-Gehäuse sehr hochwertig daher. Elegant versteckt er seine Sende- und Empfangseinheiten für WLAN, Bluetooth und die digitale Funkeinheit zu den Schallwandlern unsichtbar unter Acrylglas. Abstehende Antennen gibt es hier keine.
Der Hersteller hat sich additionally für die Nutzung eines Stereo-Soundhubs mit integriertem High-Res-Streamer entschieden, der die unkomplizierte Einbindung weiterer Quellgeräte wie eines TV-Gerätes oder CD-Spielers ermöglicht. Der HD 10 Stream Connect bietet neben allen Premium-Streamingdiensten, wie TIDAL, Spotify, Deezer oder Qobuz, die Steuerung per eigener InX-App (iOS/Android) und mitgelieferter Metall-Fernbedienung. Auch direkt am Gerät ist die Steuerung möglich. Es sind Anschlussoptionen für bis zu vier Geräte, Bluetooth und USB-Datenträgern vorhanden. Neben zwei digitalen Eingängen und einem analogen Eingang ist ein HDMI Audio Return Anschluss an Bord. Empfängt der HD 10 hier Signale, schaltet er sich und die verbundenen Lautsprecher automatisch ein und reagiert auf die Lautstärkebefehle des TV-Gerätes.
Intuitiv bedienbar
Die intuitiv bedienbare INKLANG App InX steuert den HD 10 vollständig und ermöglicht auch die Personalisierung bis ins Detail. Mit der App werden Soundhub und verbundene Lautsprecher eingeschaltet. Sie steuert die Lautstärke, den Zugriff auf das Streaming-Abo, Internetradio oder die externen Eingänge. Ungenutzte Streaming-Services oder Eingänge können ausgeblendet werden. Auch die Namen der Eingänge, die auf dem Display und in der App angezeigt werden, können nach Wunsch verändert werden. Der HD 10 ist Multi-Room-fähig und verarbeitet Audio-Formate mit bis zu 24 Bit/192 kHz.
In der Kombination mit den AYERS Wireless Lautsprechern ist der HD 10 Stream Connect für 899 EUR in den Varianten silver, black und gentle gold erhältlich Einzeln ist dieses Gerät für 999 EUR zu beziehen. Und auch das ist interessant, denn der HD 10 eignet sich very best für die Bespielung von Aktivlautsprechern anderer Hersteller. Hier haben die Hamburger einen Schritt weitergedacht, denn der Streaming-Soundhub ist auch ein Stereo-DAC-Vorverstärker und bietet zwei lautstärkegeregelte Digitalausgänge für ein Paar aktiver Lautsprecher mit digitalen Coaxial-Eingängen. Außerdem ist auch der analoge Vorverstärker-Ausgang auf Wunsch lautstärkegeregelt und bietet so eine analoge Anbindung – äußerst flexibel.
Die aktiven INKLANG AYERS One bis Five Wireless Lautsprecher stattet INKLANG hochwertig mit DDFA-Endstufen aus und platziert diese vorbildlich in separaten Gehäusekammern der Gehäuse. DDFA steht für Direct Digital Feedback Amplifier. Die chipgesteuerten Endstufen überwachen laufend ihr digitales Eingangssignal mit den Ausgangssignalen an den einzelnen Lautsprecherchassis auf maximale Übereinstimmung. So entsteht eine nahezu verzerrungs- und rauschfreie Wiedergabe bis zur Maximallautstärke des Lautsprechers (Signal-Rausch-Abstand: 110 dB, THD+N: < 0.01 % bei 20Hz – 20kHz). Je nach Modell sind die aktiven AYERS Lautsprecher mit bis zu vier DDFA-Endstufen professional Lautsprecher ausgestattet. Eine Systemleistung von jeweils bis zu 500 Watt sowie eine Filterung der einzelnen Treiber mittels eines digitalen Signal-Prozesses (DSP 24 Bit/192 kHz) sorgen für ein hochauflösendes und audiophiles Musikerlebnis.
Drei einstellbare Raum-EQs
Die aktivierten Lautsprecher kommen mit drei einstellbaren Raum-EQs zum Kunden und bieten so eine unkomplizierte Anpassung an die Raumakustik. Der EQ „Free“ steht für eine Aufstellung mit einem Wandabstand von 30 – 50 cm zur Verfügung. In der Einstellung „Wall“ werden tiefe Frequenzen abfallend schrittweise reduziert. Dadurch wird eine sehr nahe Wandaufstellung möglich, die diese Frequenzbereiche wieder ausgleichend anhebt. Für Liebhaber eines intensiven und satten Klangbildes bietet der Dynamik-EQ die Anhebung der unteren Bassanteile und der Höhen.
Und auch bei der Nutzung der eingebauten DDFA-Endstufen steht Flexibilität im Fokus. Neben der Wireless-Option bestehen various various Nutzungs- und Verkabelungsoptionen. In Kombination mit einem bestehenden DAC-Vorverstärker oder Streamer mit lautstärkegeregelten optischen oder coaxialen Digitalausgängen können die Endstufen kabelgebunden angesprochen werden. Der Kunde kann jeden Lautsprecher einzeln anschließen oder das Signal von einem Lautsprecher zum anderen weiterreichen lassen. Dafür steht ein digitaler cross via Ausgang bereit. Last however not least wird auch das Signal eines analogen Vorverstärkers akzeptiert, das die Endstufe mit 24 Bit / 192 kHz digitalisiert. Alle Quellen, die an die INKLANG Endstufen angeschlossen werden, müssen lautstärkegeregelt sein. Das heißt auch, dass sich Quellen wie ein CD-Spieler oder Plattenspieler nicht direkt an die Lautsprecher anschließen lassen.
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Die Aufpreise für die aktiven Wireless Varianten gegenüber den passiven Varianten sind erfreulich moderat. So steigt der Preis der kleinsten AYERS One von 849 EUR um 300 EUR auf 1.149 EUR professional Stück. Beim Topmodell, der AYERS Five, steigt der Preis von 2.299 EUR für die passive Variante um 600 EUR auf 2.899 EUR. Verfügbar sind HD 10 Stream Connect sowie die aktiven AYERS Wireless Modelle ab Ende Februar 2023.
Dynaudio beweist mit der Focus 50, dass es 2022 lediglich eines einzelnen Boxenpaares bedarf, um einen Highender in allen Belangen glücklich zu machen.
In aller Kürze: Dynaudios Focus 50 beweist eindrucksvoll, dass problemloses Streaming mit Minimalaufwand und hoher Usability auch im High-End-Bereich möglich ist.
Gebe ich mich beim Party-Smalltalk als Autor eines Audio-Magazins zu erkennen, werden mir in der Regel die immer gleichen zwei Fragen gestellt: Einmal geht es darum, ob man ähnlich einfach wie in Küche oder Garten mit der Bluetooth-Boombox nicht auch im Wohnzimmer anspruchsvoll Musik hören könne. Zum anderen geht es um die Frage, ob digitales Musikhören nicht einfacher und weniger komplex gehe als mit dem Konglomerat aus Streamer, DAC und Verstärker.
Beide Fragen sind in meinen Augen berechtigt und werden im Sinne der Kundenfreundlichkeit von vielen Herstellern unzureichend beantwortet. Lieber feilt man an audiophilen Details und vergisst, dass viele Musikfreunde unkompliziert und dennoch qualitativ hochwertig Igor Levit, Björk oder von mir aus auch Helene Fischer hören wollen. Man könnte meinen, dass sich anspruchsvolle Ansätze und kabelloses Plug’n’Play ausschlössen. Umso mehr triggerte mich auf der Münchner HIGH END die Vorführung der Dynaudio Focus 50, standen da auf der Vorführfläche doch lediglich zwei Standboxen, die noch nicht einmal Lautsprecherkabel benötigten und bei der Vorführung einen mehr als anständigen Höreindruck bei mir hinterließen.
Etwas despektierlich könnte man die Dynaudio Focus 50 auch als Kompaktanlage bezeichnen: Lautsprecher, Vollverstärker sowie digitale Musikwiedergabe, und bei Bedarf lassen sich auch noch eine analoge Quelle und diverse AV-Medien anschließen. Als ob Vaters Musiktruhe aus den 1970ern jetzt in die Lautsprecher ausgelagert und Plattenspieler und Kassettenlaufwerk durch digitale Files ersetzt wurden. Führt man sich das vor Augen, relativiert sich schnell auch der Anschaffungspreis von rund 10 000 Euro. Summieren Sie mal eben die Einzelposten für einen anständigen Vollverstärker, einen Streamer mit DAC, ein Pärchen Standlautsprecher sowie die dazugehörigen Kabel, dann landen Sie schnell in ähnlichen Gefilden.
Wirft man einen Blick in das Innenleben der Focus 50, so findet man bewährte selektierte Technik. Hier wird nicht das Rad neu erfunden, sondern bereits Wohlgelittenes zu einem neuen Konzept fusioniert. Schauen wir uns zunächst die technische Habenseite der Lautsprecher an, bevor wir uns der eingesetzten Elektronik zuwenden.
Dynaudio entwickelt und fertigt seit jeher seine eigenen Treiber und genießt diesbezüglich einen hervorragenden Ruf. Die hier eingesetzten Einheiten kommen auch in den höherrangigen Serien zum Einsatz. Wie bei Dynaudio üblich besteht die Schwingspule des Mitteltöners aus Aluminium. Die daraus resultierende Gewichtsersparnis soll der Feinauflösung zugutekommen.
Bei der Focus 50 greift man auf Treibermaterial zurück, das überwiegend auch in den Serien Contour und Confidence zum Einsatz kommt. So etwa der Gewebehochtöner Cerotar mit der hauseigenen Hexis-Innenkuppel, die den Luftstrom optimieren und unerwünschte Resonanzen minimieren soll. Der Hochtöner überreicht den Frequenzgang dann an einen dedizierten Mitteltöner, den es innerhalb der Focus-Reihe tatsächlich nur bei diesem Modell gibt. Es handelt sich um eine 15 Zentimeter durchmessende Einheit mit einem starken Neodym-Magneten, einem Schwingspulenträger aus Glasfaser sowie – typisch für Dynaudio – einer Schwingspule aus Aluminium. Im Bassbereich werkeln zwei Esotec+-Tieftöner mit 18 Zentimeter Durchmesser. Also alles in allem ein klassisches Dreiwege-System, das ohne Experimente, aber mit speziell abgestimmten Materialien seinen Dienst verrichtet.
Auch bei der Verstärkerelektronik setzt Dynaudio auf Bewährtes, lässt man diese doch bei Pascal in Kopenhagen anfertigen. Eine Zusammenarbeit, die sich auch bei Dynaudios aktiver Pro-Reihe bezahlt gemacht hat. In jeder Focus 50 verrichten drei Class-D-Verstärker ihren Dienst: Eine 110-Watt-Einheit für den Hochtöner, ein 280-Watt-Verstärker für den Mitteltöner sowie ein 280-Watt-Verstärker für die beiden parallel betriebenen Bässe.
Bewährte Zutaten: Die Verstärkermodule der Dynaudio Focus 50 werden von Pascal zugeliefert. Während der Hochtöner mit 110 Watt gefüttert wird, stehen für den 15-cm-Mitteltöner sowie für die beiden 18er-Bässe jeweils 280 Watt zur Verfügung. Die Raumkorrektur der Focus 50 erkennt übrigens automatisch, ob die Stoffabdeckung am Gehäuse ist oder nicht. Ist das der Fall, wird der Höhenverlust DSP-gestützt kompensiert.
Fühlen wir doch den Focus 50 zunächst mit analoger Zuspielung auf den Zahn. Meinen Phono-Pre flugs mit dem Cinch-Eingang des Verstärkermoduls verbunden, und schon erklingt wohnraumfüllend Chick Coreas Three Quartets. Obwohl mein Hörraum immerhin auf knapp 30 Quadratmeter kommt und die Lautsprecher über einen Meter von der Wand abgerückt stehen, rollen mächtige (von Eddie Gómez gezupfte) Bässe über den Boden, und Michael Breckers Tenorsaxofon baut sich in Live-Qualität direkt vor meinem Sessel auf. Das ist mal eine Wiedergabe aus echtem Fleisch und Blut, da ist nichts Aseptisches in der Wiedergabe, das hochwertige Wiedergabesysteme in ihrer manierierten Perfektion mitunter mal ausstrahlen können. Dies heißt aber auch, dass Sie bei einem Hörraum unter 25 Quadratmeter und wandnaher Aufstellung doch besser zu einem der beiden kleineren Modelle der Focus-Reihe greifen sollten. Sowohl bei analog als auch digital zugespielter Musik fällt mir die Langhörtauglichkeit der Focus 50 ins Ohr. Weder werden übersteuerte Höhen bei einer Hörsession à la „Best of the 80ies“ zur Qual, noch stechen die brutalen Attacken bei Liegetis Bagatellen für Bläserquintett unangenehm scharf in den Gehörgang. Insgesamt lässt die Dynaudio-„Kompaktanlage“ eine gewisse Milde im Hochtonbereich walten.
Umso mehr darf man sich aber über satte, geradezu majestätische Bässe freuen. Da marschieren Celli und Kontrabässe im Kopfsatz von Mahlers Sechster Sinfonie in Denons audiophiler Referenzaufnahme mit Eliahu Inbal unaufhaltsam voran, sodass man vor Ehrfurcht geradezu im Sessel versinkt. Dies alles spielt sich auf einer ausgesprochen breiten, aber nicht unendlich tiefen Bühne ab. Der Vorteil dieser Bühnengeomertrie liegt darin, dass mit künstlichem Hall aufgeblähte Aufnahmen, wie etwa die meisten Kammermusikaufnahmen aus dem Hause ECM der letzten Jahre, sich nicht in einem unendlichen Sound-Nirwana wiederfinden. Die Focus 50 nehmen es einem übrigens auch nicht übel, wenn man mit ihnen ein wenig in Sachen Abstand und Einwinkelung spielt. Uns allen dürfte da das ein oder andere Mimöschen bekannt sein, das bei nicht exakter Positionierung jedes Einrasten des Klangbildes verweigert und hartnäckig auf einer Justierung mit Millimeterpapier besteht. Ausgesprochen angenehm ist dabei der doch recht breite Sweetspot, der auch ungeniertes Herumlümmeln im Sessel erlaubt und kommunikative Hörsessions zu zweit oder dritt auf dem Sofa gestattet.
In den letzten fünf Jahren hatte ich schon so einige Streamingsysteme bei mir zu Hause. Und auch mir als durchaus der digitalen Technik zugewandter Mensch wollte nicht immer auf Anhieb gelingen, das jeweilige System unkompliziert in Gang zu setzen. Mal klappte die Integrierung in das heimische Netzwerk nicht, mal reagierte die App erratisch bis gar nicht oder das komplette System stürzte häufiger ab als Windows 98. Womöglich mag es daran liegen, dass die Technik mittlerweile ausgereifter ist, womöglich hat man bei Dynaudio aber auch einfach nur die Hausaufgaben erledigt, denn schneller und sicherer habe ich bislang noch keine digitale Wiedergabeanlage eingerichtet. In Kurzform: Netzkabel anschließen, die Lautsprecher untereinander Kontakt knüpfen lassen, über die App in das vorhandene Netzwerk integrieren, Tidal aufrufen und Musik hören. Keine zehn Minuten hat die Installation gedauert, und lediglich zwei Netzkabel verweisen darauf, dass die Musik nicht wie von Zauberhand erklingt.
Bildergalerie
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Natürlich erlaubt die App noch eine weit anspruchsvollere digitale Verwendung der Lautsprecher, angefangen von der Roon-Integration über Webradio bis hin zu einem ausgeklügelten Soundmanagement und Dirac-Raumkorrektur. Jan Kretschmer vom deutschen Vertrieb verwies darauf, dass alle Wandlungsprozesse innerhalb des Systems, etwa bei der Raumkorrektur oder auch der A/D-Wandlung der analogen Signale, verlustfrei und mit identischer Bit-Tiefe vollzogen werden. Auch wenn die generelle Abtastrate „nur“ bei 24/196 liegt und man das Schneller-weiter-höher-Spiel vieler DACs nicht mitmacht, hatte ich beim Streamen nie den Eindruck einer Beschränkung in Sachen Auflösung. Auch dass bei kabelfreiem Betrieb nur Files bis 24/96 zwischen den Lautsprechern ausgetauscht werden, schmälert bei mir nicht das audiophile Vergnügen; und wer auf Nummer sicher gehen will, verbindet die Boxen halt mit der beigelegten Digitalverbindung. Als katzenaffiner Haushalt hat mir zusätzlich gefallen, dass die Focus 50 sofort registrieren, ob man die Stoffabdeckung der Chassis verwendet, um dann den leichten Höhen- und Dynamikabfall selbstständig zu korrigieren. Mitunter sind es diese scheinbaren Nebensächlichkeiten, die das Herz eines Highenders höherschlagen lassen. Müsste ich nicht als Autor eines Audio-Magazins einen gewissen Fuhrpark an Geräten bereithalten, um unterschiedlichen Testsituationen gerecht zu werden, dann wäre der Minimalismus der Focus 50 definitiv ein Must-have für mich.
Technische Daten
Aktivsystem Dynaudio Focus 50
Prinzip: aktiver 3-Wege-Standautsprecher mit Streaming, A/D-Wandler und kabellosem Interconnect, Raumkorrektur sowie DSP-Anpassung für Frontabdeckungen
Eingänge: 2 × analog (Cinch), 2 x digital (koaxial/optisch)
Ausgänge: 1 × Cinch (für die Verbindung zwischen den Lautsprechern), Subwoofer-Out
Netzwerk: Wi-Fi, Ethernet, Bluetooth
Streaming: Chromecast, AirPlay 2, Wisa, Roon, Tidal Connect, Spotify Connect, QPlay, UPnP
Frequenzgang (±3 dB @ 85 dB): 20 Hz bis 22 kHz
Bestückung: 2 × 18-cm-MSP-Tieftöner, 16-cm-MSP-Mitteltöner, 28-mm-Gewebehochtöner
Verstärkerleistung: Bass 280 W, Mittelton 280 W, Hochton 110 W
Ausführungen: Black High Gloss, White High Gloss, Blonde Wood, Walnut Wood
Gewicht: 34 kg
Maße (B/H/T): 22/119/40 cm (inkl. Füße)
Garantiezeit: 3 Jahre
Paarpreis: um 10 000 €
Der dänische High-End-Hersteller Raidho stellt seinen neuen Standlautsprecher X2t vor. Die X-Serie bei Raidho steht für eXtreme Leistung für den Preis.
Natürlich kann man diese Produkte beim besten Willen nicht als billig bezeichnen. Aber sehen Sie es doch einmal so: Die X-Serie hat fast den gleichen Bändchenhochtöner, der auch im TD6 von Raidho sitzt. Dieser aalein kostet 210.000 EUR. Der Preis dieses Lautsprechers liegt also bei relativ lockeren 14.000 EUR für das Paar. Die X2t ist in jeder Hinsicht eine deutliche Aufwertung im Vergleich zur bisherigen X2.
Wie kam es zu diesem massiven Leistungsanstieg bei Raidho?
Die Einführung des neuen X1t hat gezeigt, wie viel man aus dem bestehenden X1 herausholen kann. Mit neuer Ingenieursleistung und dem Einsatz von Experten auf allen Gebieten der Akustik war es möglich, einen neuen Super-Mini-Monitor zu schaffen, der eigentlich mehr Super als Mini ist. Der X1t wurde auf der High-End Show 2022 überwältigend aufgenommen und hat seitdem eine Vielzahl von Auszeichnungen und begeisterten Kritiken erhalten.
Die hässliche Wahrheit erhebt ihr Haupt.
Mit einem X1t, der so fantastisch klang, gab es nur ein Problem mit dem bestehenden X2. Der fast 3-mal so teure X2 war im Vergleich zum X1t unterdurchschnittlich. Die Suche nach einem deutlich verbesserten X2t begann, mit den gleichen Verbesserungen wie beim X1t und zusätzlichen Zutaten aus dem Ultra-High-End-Bereich.
Was Sie wissen müssen
Eleganter und schöner kann ein kompakter Standlautsprecher nicht aussehen. Selbst die Bassreflexöffnung sieht aus wie keine andere und fügt sich perfekt in das Design ein. Doch hinter den eleganten Linien verbirgt sich die Fähigkeit, echten musikalischen Ausdruck zu erzeugen. Der X2t kann alles, was der kompakte X1t kann, nur auf höherem Niveau. Zusätzlich hat die X2t zwei Tieftöner, mit denen Sie viel mehr Basskraft und eine größere Skala für die Musik erhalten.
Die beiden 5,25″-Tieftöner der neuen X2t sind jetzt mit einer Tantal-Beschichtung versehen. Tantal gehört zu einer Klasse von Metallen, die als Refraktärmetalle bekannt sind und sich durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Verschleiß auszeichnen. Es hat einen Schmelzpunkt von 2.996 °C und damit den vierthöchsten aller Metalle. Dadurch wird die Membran viel steifer und härter, ohne dass sie an Gewicht zunimmt, und die Aufbrechmoden werden auf unglaubliche 15 kHz erhöht.
Weitere Upgrades vom X2 zum X2t sind
Bessere Komponenten in der Frequenzweiche
Nordost-interne Verkabelung
Vollständige Neuabstimmung des Lautsprechers
Eine Raidho-Spezialität unter den Standlautsprechern ist auch die Verwendung einer 2,5-Wege-Konstruktion. Dies garantiert einen sehr kohärenten Klang von oben bis unten, da beide Chassis den Bass, aber nur das obere die Mitten wiedergibt. Die Entkopplung der Lautsprecher ist in den Füßen integriert. Es werden also keine Spikes benötigt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, da dies mit Metallkugeln geschieht, auf denen die Lautsprecher aufliegen.
Der Raidho-Hochtöner im X2
Unser firmeneigener Bändchenhochtöner ist ein einzigartiges Design. Er wird komplett von Hand in Dänemark entwickelt und hergestellt. Um genau zu sein, handelt es sich um einen Planar Magnetic Tweeter aufgrund der Bahnen in der Folie. Die Folie ist 11 Mikrometer dick, was bedeutet, dass er im Vergleich zu einem herkömmlichen Kalottenhochtöner 50 Mal weniger Masse hat. Dies ist auf die in der Folie befindliche Schwingspule und das extrem niedrige Gewicht der Folie (20 Milligramm) zurückzuführen. Das Ergebnis sind praktisch keine Resonanzen oder Verzerrungen, und der Trennpunkt liegt bei unglaublichen 82 KHz! Was Sie hören, ist ein erstaunlich klarer und natürlicher Klang. Alle Details der Welt, aber keine Ermüdung, keine Verzerrung und keine Verfärbung!
Die Frequenzweiche
Das Herzstück des Lautsprechers ist immer im Inneren des Lautsprechers zu finden. Aber wir wollen es der Welt wirklich zeigen, denn es ist ein stolzes Stück Ingenieurskunst von uns. Die neue Frequenzweiche in der X2t hat Qualitätskomponenten, die viele andere Lautsprecher bis zu 80.000 EUR übertreffen. Auf der Rückseite können Sie die Punkt-zu-Punkt-Verkabelung sehen, die komplett von Hand gemacht wurde. Auch die Verwendung von Nordost-Kabeln in der Frequenzweiche ist höchst ungewöhnlich und zeigt die enorme Liebe zum Detail. Natürlich ist auch das interne Kabel von Nordost mit nordischer Technologie, die auch in den Nordost Valhalla Modellen verwendet wird. Wahrlich bemerkenswert.
Das Endergebnis
Der neue X2t sieht vielleicht nicht ganz so anders aus als der ursprüngliche X2. Aber in Wirklichkeit ist das einzige, was gleich bleibt, die Optik. Die klangliche Leistung hingegen ist auf einem ganz anderen Planeten. Bei Raidho haben wir den neuen X2t getestet und ihn mit älteren Raidho-Modellen verglichen. Wir fanden heraus, dass der neue X2t ältere Modelle (vor 2018), die mindestens doppelt so viel kosten, schlagen würde. So weit ist das Leistungsniveau bei Raidho bei nur 14.000 EUR für ein Paar (EU-Preise) gekommen. Für andere Farben wird ein Aufpreis fällig. Wir ermutigen Sie, zuzuhören.
Raidho X2t Technische Daten
Topologie 2,5 Wege
Impedanz 4 Ohm
Basslastigkeit Innenbelüftete Konstruktion. Öffnungen auf der Rückseite
Treiber 1 x Raidho Bändchenhochtöner
2 x 5,25″ Raidho Ceramix-Treiber mit Tantal-Beschichtung
Übergangsstelle 130Hz und 3,4 kHz 2. Ordnung
Frequenzbereich 40 Hz – 50 kHz +/-3 dB
Empfindlichkeit 87dB 2,83 V/m
Nennimpedanz 2,83 V/m
Leistungsanforderung 50 -150 Watt
Ausführung Piano Black, Vogelaugenahorn oder jede andere Farbe auf Bestellung
Abmessungen BxHxT, mm 300 x 1065 x 490 einschließlich Füße
Die Apertura Sensa überzeugen bei wohnraumfreundlicher Größe mit französischer Noblesse.
In aller Kürze:
Ein Lautsprecher aus echter Manufakturarbeit, der zeigt, dass auch in kleineren Räumen vollmundiger und audiophiler Klang möglich ist.
Apertura ist das, was man einen klassischen Manufakturbetrieb nennen kann. Die Entwickler Christian Yvon und Eric Poyer fertigen in Héric nahe Nantes eigenhändig Lautsprecher der nicht ganz alltäglichen Art. So sind alle Modelle, vom Kompaktmonitor bis zum mannshohen Standlautsprecher, ausschließlich als Zweiwege-Systeme konzipiert. Bei den großen Modellen stehen zudem Front- und Rückseite schräg zueinander, während die Seiten konvex geformt und versetzt zueinander angeordnet sind. Was zunächst einmal ungewöhnlich erscheint, hat seinen Grund nicht nur in einer sorgfältigen Hörabstimmung als Maßstab konstruktiver Entscheidungen, sondern im Falle der Zweiwege-Konstruktion auch mit dem technischen Know-how Yvons in Sachen Frequenzweichen, die er in seiner Zeit als Entwickler für Sonus Faber und Goldmund patentiert hat. Für jedes ausgemessene Chassispaar wird eine individuelle Frequenzweiche von Hand aufgebaut. Ein Arbeitsaufwand, der so lediglich in einer kleinen Manufaktur zu leisten ist, da tatsächlich jeder Lautsprecher, unabhängig von der Modellgröße, eine individuell aufeinander abgestimmte Einheit von Frequenzweiche und gematchtem Chassis-Paar bekommt. So verwundert es auch nicht, dass lediglich ein bis zwei Lautsprecherpaare pro Tag das Werk verlassen.
Ungewöhnlich und vor allem aufwendig sind die Anstrengungen Yvons und Poyers in Sachen Dämpfung, auf die mich Jan Sieveking vom deutschen Vertrieb aufmerksam macht. Die Kammern im Inneren werden separat mit unterschiedlichen Materialien ausgekleidet. Wer sich in der Apertura-Fertigung umschaut, findet zahlreiche Schubkästen mit zugeschnittenem Wollfilz, der bündig mit den Gehäusewänden verklebt wird. An einigen Stellen sitzt eine antistatische, speziell gefaltete Luftpolsterfolie. Auf diesen Trick, der im Bassbereich wirken soll, schwört Eric Poyer.
Eigenständiges Design und eigenständige Technik
Gefreut hat mich, dass der Vertrieb nicht mit dem großen Spitzenmodell ins Haus gefallen ist, sondern sehr selbstbewusst mit der Apertura Sensa das zweitkleinste Modell in die Redaktion geschickt hat. Auf die versetzte Gehäuseanordnung hat man hier verzichtet, dafür ist das 18 Millimeter dicke Gehäuse rückseitig abgerundet, was für mehr Stabilität und weniger stehende Wellen zwischen Vorder- und Rückseite sorgen soll. Das Gehäuse ist in fünf Kammern unterteilt, für die zwei unterschiedliche Dämpfungsmaterialien verwendet werden. Als Treiber sind ein aufwendiger Peerless-Ringradiator mit rückwärtiger Absorptionskammer und ein 16-Zentimeter-Tiefmitteltöner mit Isostatic-Matrix-Membran und Langhub-Schwingspule verbaut.
Schnell ist man ja mit Vorurteilen bei der Hand: Schlanker, eleganter und wohnraumtauglicher Standlautsprecher – mehr als Frauenstimmen und Harfengezirpe wird da schwer möglich sein. Also fix den Techno-Soundtrack zu Berlin Calling rausgeholt und passend zur heißen Witterung die Gebrüder Paul und Fritz Kalkbrenner ihren Klassiker „Sky and Sand“ zum Besten geben lassen; mal sehen, ob die Lautsprecher einknicken. Und gemäß der Empfehlung des Vertriebs, man solle die kleine Apertura ruhig etwas kräftiger verstärken, habe ich meinen Supernait auch gleich ein wenig mehr aufgedreht, was aber gänzlich unnötig erscheint. Zwar haben die Sensa „nur“ einen Wirkungsgrad von 87 Dezibel, sind aber aufgrund der vorhandenen Impedanzkorrektur doch relativ unkompliziert anzutreiben. Lediglich schwächer ausgelegte Verstärker unter 50 Watt oder auch Röhren sollte man aussparen.
Nachdem die ersten Bassbeats – noch im Mitteltonbereich – einsetzen und sich dann Strophe für Strophe nach unten schrauben, frage ich mich, ob ich womöglich vergessen habe, die Lautsprecherkabel von meiner beinahe doppelt so großen Gamut phi 7 umzustecken. Wow, das geht richtig tief runter, aber mehr noch: Der Wiedergabedruck für dieses Boxenvolumen ist geradezu unheimlich! Da hat man in Héric offenbar seine Hausaufgaben gemacht, um die Sensa genau dorthin zu führen, was physikalisch bei Chassisgröße und Gehäusevolumen möglich ist. Trocken pumpt der tiefe Beat aus Paul Kalkbrenners elektronischer Hexenküche in den Raum, während die Stimme seines Bruders Fritz über dem Bassgerüst thront. Natürlich lässt sich mit einem Pärchen Sensa keine Gartenparty beschallen, aber in einem Raum bis 30 Quadratmeter kann man schon ordentlich Alarm damit schlagen, wobei wir bei ca. 20 Quadratmeter Raumgröße allerdings die optimalen Bedingungen für die Sensa vorfinden.
Vorurteile werden schnell beseitigt
Und so sehe ich recht schnell meine Vorurteile bezüglich der Lautsprechergröße schwinden; erst recht, nachdem das San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas den Beginn von Mahlers Fünfter Sinfonie in ganzer Klangfülle in den Raum stellt. Ganz ohne Schärfe strahlt die Trompetenfanfare aus dem rechten Lautsprecher, um dann vom folgenden Orchestertutti regelrecht weggefegt zu werden. Das hat aber nichts oberflächlich Knalliges, da ist nichts auf Effekt abgestimmt, sondern kommt natürlich aus den Tiefen des Raums.
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Die Sensa schafft es tatsächlich, das Orchestertutti aus einem imaginären Punkt hinter den Lautsprechern mit einer deutlichen Druckwelle so nach vorne zu schieben, dass ein wahrhaftiger Liveeindruck entsteht. Mehr aber noch als das druckvolle Spiel der kleinen Aperturas überzeugt mich die überaus harmonische Abstimmung. Obwohl die Übergangsfrequenz bei der Zweiwege-Konstruktion mit 3,5 Kilohertz relativ hoch angesetzt ist, sind keinerlei Brüche bemerkbar, das Mahler’sche Orchester klingt wie aus einem Guss. Die Klangfarben sind tonal stimmig, keine Instrumentengruppe, die sich vordrängelt oder mit Schärfe in den Gehörgang bohrt. Besonders gefällt mir der breite Sweetspot der Sensa; bedingt durch den Ringradiator kann man sich auch mal bequem nach rechts und links im Sessel lümmeln, ohne dass die Balance der Musik unnatürlich kippen würde. Noch frappierender gestaltet sich dieser Eindruck des Rundumhörens bei sparsam begleiteten Stimmen. Auf dem Album Out Here. In There, das Sidsel Endresen 2002 zusammen mit dem Pianisten Bugge Wesseltoft veröffentlicht hat, wird ihre magische Altstimme, die stilistisch zwischen Jazz und Avantgarde changiert, häufig nur von sparsamen Akkorden begleitet. Die Sensa setzt Endresens Vokalisen dermaßen plastisch in den Raum, dass ich die begleitenden Stützakkorde beinahe überhöre, so nimmt mich die Wiedergabe des Gesangs ein. Dieses vollkommene Hineintauchen in die Musik passiert bei Alben, die ich in- und auswendig kenne, höchst selten.
Die Apertura Sensa ist ein ganz erstaunlicher Lautsprecher: Mit Herz und Verstand in Manufakturarbeit hergestellt, mit technischem Know-how ausgestattet und klanglich trotz überschaubarer Abmessungen vollmundig aufspielend – wenn Sie einen optisch reizvollen Lautsprecher für einen Raum bis 20 Quadratmeter suchen, mit dem man entspannt stundenlang in die Musik eintauchen kann, dann könnte das kleine Meisterstück aus der Nähe von Nantes ein Kandidat für Sie sein.
Technische Daten
Lautsprecher Apertura Sensa
Konzept: 2-Wege-Standlautsprecher mit Bassreflexgehäuse
Frequenzgang (±3 dB): 40 Hz bis 30 kHz
Empfindlichkeit (2,83 V/1 m): 87 dB
Impedanz: 8 Ω
Frequenzweiche: Platine mit 140-µm-Kupferleiterbahnen, Backlackspulen und Polypropylen-Kondensatoren von Jantzen, Widerstände von Vishay
Übergangsfrequenz: 3,5 kHz
Anschlussterminals: Single-Wiring mit Bananas (empfohlen) oder Spades
Ausführungen: Weiß hochglänzend, Eiche hell seidenmatt, Walnuss seidenmatt
Maße (B/H/T): 17/84/24 cm (ohne Bodenplatte), 21/92/26 cm (mit Bodenplatte)
Gewicht (pro Stück): 14 kg
Garantiezeit: 5 Jahre
Paarpreis: um 3400 €